Vergleich T-Max 72 zu Etenwolf S6 - meine Erfahrungen:
Ich besitze seit ca. 2 Jahren den T-Max 72LPM und bin mit der Leistung grundsätzlich zufrieden. Allerdings ist die Handhabung etwas nervig:
- recht schwer (5,7 kg)
- muss mit Krokodilklemmen entweder im Motorraum angeschlossen werden (so in Bedienungsanleitung empfohlen, von einer KFZ-12V-Steckdose wird explizit abgeraten) oder an ein zusätzlich zu erwerbendes leistungsstarkes externes Netzteil angeschlossen werden (mit Krokodilklemmenadapter)
- beiliegender Druckluft-Verlängerungsschlauch und Batteriekabel reichen zwar von der Länge für die hinteren Ventile am 640m Kasten, ist aber eher nervig
- verwendete Druckluftkupplung für den Verlängerungsschlauch ist ein mir unbekannter internationaler Standard, sodass (ohne zusätzlichen Adapter) für europäische Kupplungen von Zubehör, das man ergänzen möchte, nicht verwendet werden können - der direkte Anschluss am KZF-Schraubventil (Schrader) funktioniert jedoch problemlos!
Vorteil: leistungsstark!
Wegen dieser Nachteile habe ich mir nun den Etenwolf S6 zusätzlich zugelegt. Als Akku-Gerät, dass ca. 2 kg weniger wiegt, einfach prakticher zum Transport im Kasten und in der Handhabung an der Reifen.
Ich war mir allerdings unsicher, ob dieser 5,2bar schafft. Denn bei vielen Akku-Kompressoren beziehen sich die Druckangaben auf kleinere Reifengrößen. Auch hier im Threat habe ich keine Angaben gefunden. Deshalb hier meine Erfahrung, die ich soeben beim Test an meinem Summit 640 gemacht habe (mit Akku vom Etenwolf vollgeladen):
Reifen 1: von 4,7 auf 5,3 bar in 1.10 Minute
Reifen 2 von 3,7 auf 5,3 bar in 5.10 Minuten
Reifen 3 von 3,7 auf 5,3 bar in 6.30 Minuten
Reifen 4 von 3,7 auf 5,3 bar in 7.30 Minuten
Gesamtzeit: ca. 21 Minuten, Akku komplett leer (ich hatte in den letzten Sekunden beim Reifen 4 bereits Sorge, ob er die 5,25bar noch schafft). Nur minimal Erwährmung (bei 5Grad Außentemperatur

Also: Grundsätzlich solide Leistung, die allerdings immer mehr einbricht. Als Gerät für den Notfall im Womo sicherlich gut geeignet.
Ich habe (aufgrund der ungemütlichen Außentemperaturen) den T-Max nicht im direkten Vergleich laufen lassen. Würde aber aus den zwei Jahren Erfahrungen sagen: der T-Max würde ohne Leistungsverlust 4 Reifen hintereinander von 3,7 auf 5,3 bar in jeweils ca. 2 bis 2,30 Minuten auffüllen. Ist also insgesamt deutlich leistungsfähiger. Allerdings ist Auf- und Abbau des T-Max auch deutlich zeitaufwendiger...so hat alles seine spezifischen Vor- und Nachteile. (Lautstärke der beiden Geräte ist ähnlich - würde ich ohne direkten Vergleich sagen)
Ich dachte mir, ich poste meine Erfahrung hier mal, weil es Einzelne interessieren könnte.
Viele Grüße
Frank