Eine Bekannte hat das mal zusammen mit einem Maler probiert mit original Lack, original Grundierung und Filler einen alten Pössl aufzuhübschen. Das Ergebnis war nach einer echten Sauarbeit leider gar nicht zufridenstellend: Diese Lacke sind für Rollen nicht gemacht, gerollt ist schlicht zu dick und blättert bald schon wieder ab. Lackrollen, die diese Verdünnung aushalten und zumindest mal 3 Stunden durchhalten sind auch eher schwer zu beziehen und normale "lösemittelfeste" Lackrollen sind nach ein paar MInuten aufgelöst.
Mein Lackierer im Baumarkt rät deshalb zu einer sehr zähen Lackeinstellung und einer sehr dünnen Verarbeitung mit breitem Flachpinsel, was natürlich nie so gut aussieht, wie gerollt, aber leichter hält. Zähe Lackeinstellung nur dünn gestrichen, weil dann möglichst wenig von dieser sehr agressiven Verdünnung aufgetragen wird, die gerne den Altlack angreift.
Ich selbst hab die Reste dieser unzulänglichen Lackiererei dann an zwei alten Gartentischen verarbeitet und bin nun auch der Meinung, dass Sevel Lack ein Mistzeug ist und jeder gute Baumarktlack weit überlegen ist: Der Tisch, der der Witterung ausgesetzt ist, bei dem begann der Lack nach 2 Jahren, sich zu lösen, nur der Absteller in der Garage ist nach 4 Jahren noch OK!
Wenn es also nur um das Dach geht, so würde ich, wenn es bei unserem Pössl dann so weit ist, schlicht einen sehr guten Weißlack im Fachhandel kaufen und das Original komplett anschliefen und lackieren, weil das Dach kein Sichtbereich ist. Aber ich würde mich auch im Fachhandel speziell nach einem Lack erkundigen, der genau für diesen Zweck passend und leicht zu verarbeiten ist (es harmoniert nicht jede Lackschicht mit jeder Unterlage an Altlack).