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Roadcruiser XL - Dachträger für Solarplatten aus Aluprofilen 28 Aug 2024 16:28 #1

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Hallo liebe Forenmitglieder,

Kurze Vorgeschichte (kann auch übersprungen werden):

Nachdem mir nun das erste Mal in knapp 2.5 Jahren die Batterien in meinem Roadcruiser XL leergelaufen sind (wenig gefahren und ausschließlich frei gestanden), möchte ich mir gerne Solar aufs Dach packen. Warum Solar und nicht einfach die zwei 95Ah AGMs gegen eine größere LiFePo tauschen? Schlichtweg, weil die AGMs erst 2,5 Jahre jung sind, im Wiederverkauf keinen Wert haben und mein Strombedarf in den nächsten Jahren sicherlich immer weiter steigen wird und m.E. dann der Austausch gegen eine LiFePo auch nicht dauerhaft ohne Solar ausreichend ist (dass ich eines Tages aber auf LiFePo umsteigen werde, ist beschlossene Sache).

Herausforderung:

Ich möchte zwei 100 Watt Module (106x53cm) auf 30x30 Aluprofilen befestigen, die wiederrum mit vier Pilzkopfhaltern am Kasten befestigt werden sollen. Verkleben ist für mich keine Option (insb. wg. Rückbau, Austausch Solarplatten, Nutzungsänderung). Ich habe viel im Forum gesucht und fleißig YouTube Videos angeschaut, aber leider immer nur vollständige Dachträger-Lösungen gefunden. Ich will aber nur einen Teil des Daches mit einem Träger versehen (vor allem aus Gewichts- aber auch aus Kostengründen und weil ich keinen Einsatzzweck für einen durchgehenden Dachträger habe). Jetzt sind die Pilzköpfe auf dem H3 Dach von meinem Roadcruiser leider nicht so angeordnet, dass sich der Träger ausschließlich für die Maße der Solarplatten bauen und fixieren lässt ohne irgendwo überzustehen. Mit Aluprofilen und deren Stabilität habe ich bisher keine Erfahrungswerte. Eine weitere Herausforderung ist, dass der Kasten 600km entfernt steht und ich daher momentan auch keine Maße nehmen kann. Ich habe aber noch ein Foto von meinem Kasten gefunden, das ich hier verwendet habe.

Frage:

Ich habe nachfolgend drei Optionen skizziert, die theoretisch in Frage kommen und würde mich hierzu über hilfreiche Kommentare freuen. Meine Fragen und Gedanken habe ich direkt dazu geschrieben. Für die Fixierung der 30x30 Profile verwende ich CRUZ Stützfüße, die für das H3-Dach passen.





Ich persönlich präferiere Option 2, weil sie m.E. am meisten Flexibilität gibt und sich auch in Zukunft noch einfach über das ganze Dach erweitern ließe. Zusätzlich parke ich meistens Rückwärts ein, weshalb die Gefahr eine Beschattung der Module Hinten größer ist als Vorne. Daher ergeben sich, neben der Frage, ob so ein "Teil-Träger" überhaupt funktioniert / Sinn macht, folgende Fragen:

•Welche Option macht eurer Meinung nach am meisten Sinn?
•Ist eine weitere Querstrebe unter den Solarpanels notwendig?
•Sollen die Module in der Mitte angebracht und miteinander verbunden/verschraubt werden oder lieber eine Lücke dazwischen lassen?

Befestigung:

Auch zur Befestigung der Solarplatten und der Aluprofile habe ich mir Gedanken gemacht und dazu folgende drei Optionen skizziert:




Hier würde ich Option 1) präferieren. Meine Frage ist hier insbesondere welche Option eurer Meinung nach die stabilste für die Gesamtkonstruktion ist? Befestigen würde ich die Aluprofile dann mit Winkeln mit Nutführung. Die Solarmodule selbst würde ich mit Z-Profilen einhängen und verschrauben, da ich sonst vermutlich den ganzen Träger am Boden mit den Platten vormontieren und anschließend auf das Dach heben müsste, da die Verschraubungen unter den Platten auf dem Dach sonst nicht mehr / nur sehr schwer zugänglich sind.


Sehr viel Text - sehr viele Fragen und vermutlich 100 Meinungen dazu. Aber genau die würden mich interessieren. Auch wenn das Thema "Solar" hier schon so oft diskutiert wurde. Ich danke euch jetzt schon recht herzlich und wünsche allzeit gute Fahrt :)
Pössl Roadcruiser XL MJ 21 "Ernie" - Citroen Jumper 165PS - eisengrau metallic - Elegance, All-In, CP+, 2x95Ah, Kenwood 8020 DABS, HeoSafe Türverriegelungen Fahrrerhaus, Thule Van Lock (Heck- & Schiebetüre)

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Roadcruiser XL - Dachträger für Solarplatten aus Aluprofilen 28 Aug 2024 16:56 #2

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Hallo maxluka,

ich an deiner Stelle würde die Profile nicht zu knapp bemessen und eher über die ganze Länge anbringen.
Damit hast du einerseits die Option weitere Module oder eine Sat Schüssel nachträglich auf den Träger zu setzen.
Weiterhin besteht die Möglichkeit bei Defekt oder vermehrtem "Energiehunger" einfach größere Module auf den Träger zu setzen.
Wie du die Panel montierst ist vermutlich Geschmacksache, nur würde ich nicht Variante 3 wählen, weil dann die Panele gegen den Wind hoch stehen was ziemliche Kräfte bedingt (oder ich habe deine Montagevariante falsch verstanden).
Zusätzliche Strebe in der Mitte halte ich für überflüssig, wenn du Module mit Rahmen geplant hast. Ob Spalt oder Zusammen montiert ; ich denke zusammengeschraubt bringt villeicht nochmal etwas Stabilität.
Achte bei deiner Planung nur darauf, dass das Dach gewölbt ist, in der Mitte höher als an den Seiten .

Gruß Michael
Clever Celebration 2016; Solar 400WP; 172Ah Creabest LiFePo4, BlueBatterie; div. Kleinkram
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Roadcruiser XL - Dachträger für Solarplatten aus Aluprofilen 28 Aug 2024 17:20 #3

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Hallo Michael,

vielen Dank für deine Rückmeldung :)

Deinen Grundgedanken hatte ich auch, aber auf die ganze Länge bräuchte ich nochmal 2 x 2m Profile und zusätzlich 4 x Pilzkopfhalter. Das sind dann nochmal zusätzlich 4Kg Mehrgewicht und 115 EUR an Mehrkosten, obwohl ich die Träger dort eigentlich nicht benötige. 4kg klingt jetzt erstmal nicht viel, aber die ganze Solaranlage inkl. kleinem Träger wiegt ja schon >20kg und insbesondere bei den H3 Fahrzeugen ist echt echt ne Challenge unter den 3.5 Tonnen zu bleiben, deswegen habe ich z.B. auch keine Markise oder Anhängerkupplung verbaut.

Da die Längsprofile auf die ganze Länge sowieso aus 2 x 2m Profilen gebaut und anschließend verbunden werden (lt. diverser Forenbeiträge kosten Aluprofile über 2m Länge signifikant mehr an Versandkosten und deswegen verbauen so ziemlich alle 2 x 2m Profile pro Seite) mache ich mit der kürzeren Variante eigentlich erstmal nichts verkehrt und könnte jederzeit zu einem späteren Zeitpunkt erweitern. Ich bin mir eben nur nicht sicher, ob sich das negativ auf die Stabilität auswirkt.

Bzgl. der Befestigung bei Variante drei würde ich den hinteren Teil des Solarmoduls auf dem Aluprofil befestigen und den vorderen Teil einhängen, damit wäre es auf dem gleichen Niveau und nicht schräg in den Wind gestellt. Die Dachwölbung kann ich vermutlich erst richtig einschätzen, wenn der Rahmen mal drauf gebaut ist und ich abmessen kann, ob überhaupt genug Luft nach unten ist oder die Verstrebungen dann nicht sowieso aufliegen müssen - stimmt. Auf jeden Fall ein guter Hinweis!
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Roadcruiser XL - Dachträger für Solarplatten aus Aluprofilen 28 Aug 2024 18:18 #4

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Hi Maxluca,

ich würde ein Modul nehmen. Z.B. das www.photovoltaik4all.de/solarmodule/aleo...5-wp-premium-l62s365

Das ist 156 breit, du kannst das einfach auf die Längsträger legen und mit 4 Winkeln fixieren. Keine weitere Konstruktion erforderlich.

Meins ist 132 cm breit (gibt es von Sharp leider nicht mehr), das 156er würde 12 cm auf jeder Seite bei die breiter sein. Denke das ist vertretbar,


Viele Grüße,
Mat
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Roadcruiser XL - Dachträger für Solarplatten aus Aluprofilen 28 Aug 2024 19:56 #5

  • maxluka
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Hey Mat,

vielen Dank für das Foto. Das zeigt mir, dass man auch erfolgreich nur einen Teil des Dachträgers montieren kann ohne Stabilitätseinbußen. Und wenn der bei dir ein +- 20kg Panel trägt, dann trägt er auch Leichtere. Das mit der Breite bzw. Länge schau ich mir nochmal an. Ich glaube, dass alles jenseits der 200 Wp für mich zu oversized ist und dann kommt ja auch wieder das Gewichtsthema zum tragen, aber vielleicht gibt es ja auch eins mit weniger Power, dass dann trotzdem in der Länge genau passt :)

Viele Grüße

Max
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Roadcruiser XL - Dachträger für Solarplatten aus Aluprofilen 28 Aug 2024 21:23 #6

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Hallo Maxluka,
bin da eher bei Mat. dh wenn schon PV, dann richtig. BTW: hab auch das 256 Wp Modul von Sharp ( in der Fiammreling) drauf.

Wenn Du bei den Modulen noch flexibel bist, dann sind ca 300 Wp nicht oversized. Gerade wenn Du noch länger mit mit AGM planst.
Du gewinnst Schlechtwetterreserve, bist bei steigendem Strombedarf abgesichert und hast noch etwas mehr Dachblech abgeschattet.
Nur der grössere (Mppt) Regler wird 1 paar € mehr kosten.
Klar, nachrüsten geht immer, bedeutet aber erneuten Install- und Montageaufwand. Und, Wp kosten ja fast nix mehr.
Denke von der Masse her werden sich die zwei Kleinen auch nicht sehr von einem grossen Modul (weniger Rahmen, weniger Halter) unterscheiden.

Von der Montage her w0rde ich hinter das vordere Heki gehen, und auch mit dem PV-Kabel durch das Heki in den Innenraum gehen, statt durchs Blech. Sparst die die Dose und das Loch im Blech. Ob das/die Modul/e auf od zw die Alu-Profile kommen ist eigentl egal - hab mein Modul mit L-Winkel zw den Traversen verschraubt.
VG Wilfried

Globecar FR636 | Ducato X250 | EZL 2015 | f-d Heki-Spoiler | Route Comfort u 8" LF | Markise F65 | AHK | DL3 | 256W PV | 2000W WR | 200 Ah Robur | Alugas Tankflasche | Tiny TTT | Vechline Dachlüfter
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Letzte Änderung: von Whmann.

Roadcruiser XL - Dachträger für Solarplatten aus Aluprofilen 20 Sep 2024 17:21 #7

  • maxluka
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Hallo Zusammen,

ein kurzes Update von meiner Seite. Dachträger und Solarmodule sind montiert. Und jetzt ist es letztendlich doch noch frühzeitig eine LiFePo4 geworden, da ich mir den Aufwand für einen erneuten Sitzausbau sparen wollte. Zu den LifePo4 gibt es ja genug Diskussionen, ich war jetzt aber erstmal nicht bereit 600 EUR aufwärts für 100 Ah zu zahlen und habe mich daher für ein günstiges Modell entschieden. Letzendlich kommen die vermutlich eh alle aus einem Stall (von den Platzhirschen Bulltron und Liontron vielleicht mal abgesehen).

Die "Redodo LiFePO4 12V 100Ah H190 Untersitz Lithium Batterie mit Bluetooth für Wohnmobil" ist es geworden. Hat fast die gleichen Maße wie die Varta AGM Batterien und lässt sich daher ohne großen Aufwand einbauen. Nur zwei zusätzliche Batteriepoladapter M8 habe ich benötigt. Die Bluetooth App zeigt die wichtigsten Informationen an (Qualität der Deutschen Übersetzung ist noch akzeptabel) und das BMS tut was es soll. Für 216 EUR (inkl. 8% Rabattcode) kann man vermutlich nicht viel falsch machen. Selbst wenn die versprochenen max. Ladezyklen nicht erreicht werden. Ob ich in dem Fall zweimal kaufen muss, weil ich im ersten Fall billig gekauft habe, wird sich noch zeigen. Im Oktober geht's drei Wochen nach Griechenland und dann werde ich mal richtig testen können.



(Die Farben der Verkabelung bitte ignorieren, das habe ich am nächsten Tag noch korrigiert und Plus (rot) mit Minus (blau) getauscht).

Die Solaranlage tut auch ihren Dienst und hat zum Glück in den letzten zwei Tagen doch noch Sonne abbekommen, um die Batterie jeweils wieder voll laden zu können. Die Kabeldurchführung durch Heki und dann seitlich in den Schrank hinter das Bedienpanel war etwas frickelig. Das hatte ich mir ursprünglich leichter vorgestellt, aber die Dämmung zwischen Heki und Schrank war ziemlich hartnäckig und ein Durchkommen kaum möglich. Runter in die B-Säule hat dann auch seine Zeit gebraucht, aber wo ein Wille, da auch ein Weg.


(Fixierung der Solarkabel erfolgte nach dem Foto, da ich erst abschließend alles testen wollte)

Der Dachträger hält bombenfest. Die Montage der Solarmodule mit Z-Profilen an den B-Profilen hat auch sehr gut funktioniert. Somit erhöht sich auch die Gesamthöhe des Fahrzeugs durch den Aufbau nicht.

Für den Dachträger habe ich mir viele Infos aus diesem Video hier geholt: Let get Otter here - der universelle Dachträger , da dort auch auf einem H3-Dach montiert wurde.

Wie immer - viele Wege führen nach Rom - ich bin froh, dass alles geklappt hab und bedanke mich bei den Vorrednern nochmal für ihr Feedback.

Viele Grüße

Max
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