Ich muss wegen dem Einbau einers Dachlüfters ein Solarmodul um 10 cm versetzen. Die beiden Halterungen sind aufgeklebt und ich weiß nicht wie ich die vom Blechdach ohne Lackschäden lösen könnte. Gibt es eine beschädigungsfreie Technologie?
Schneidedraht funktioniert zwar, ist aber oldschool und verletzt ggf. den Lack. Autoglaser verwenden für das Ausglasen heute häufig Nylon-/PE-Ausglas-Trennschnur, damit kann man ggf. auch ohne Lackschäden arbeiten; ich würde das in meinem Fall ebenso machen. Gibt´s bei den üblichen Verdächtigen. Reste des Klebers auf Lack entferne ich, wenn's MS-Polymer wie zB von Dekalin ist, ggf. mit
Soudal Sealant Remover Spray
. Anlösen, dann mit
Kunststoffklingen
abschieben und dann den Rest mit einem
Folienradierer an einem Akkuschrauber
entfernen; geht bei richtiger Anwendung bei mir jedenfalls auf Autolack meines Jumper alles ohne Lackschaden. Hitzeeintrag zB von einer Heißluftpistole ruiniert eher den Lack, als daß der Kleber abgeht. Wenn's PU Sikaflex oder ähnliches ist, wird's mit Anlösen so oder so nichts; der Sika Remover ist für frischen Kleber gedacht, nicht für ausgehärtetes Zeug. Da unterstützen bestenfalls knallheiße Sommertage mit aufgeheiztem Blech in der Mittagssonne noch am besten.
Von den Kunststoffklingen rechne ich 1 Klinge (beidseitig verwendbar) für 2cm ausgehärtete Klebestrecke; gibt einen Grund, warum da so viele mitgeliefert werden, funktioniert aber meiner Erfahrung nach prima.
Alles bitte auf eigene Gefahr; ich kann nur sagen wie ich das in meinem Fall machen würde.
Grüße
Chris