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Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 12:00 #31

  • Tommel
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"Lebensmittelecht" bedeutet eigentlich vereinfacht ausgedrückt, dass keine Stoffe oder Substanzen des (Schlauch)Materials ins Trinkwasser übergehen dürfen. Das passiert natürlich am meisten, wenn das Wasser im Behältnis steht. Also z.B. in den Wasserschläuchen im Kasten, oder im Behälter selbst und selbstverstädnlich in den Wasserwegen der Armaturen. Wobei hier idR festgelegte Grenzwerte nicht überschritten werden dürfen. Geregelt wird das in unzähligen EU-Normen und Verordnungen. U.a. in der 1935/2004 ; EU-Verordnung 10/2011 : 2023 und, wenn u.a. um Schwermetalle geht, in der Richtlinie 94/62. Liegen mir alle vor, also wenn das jemanden interessiert, gerne bei mir melden. Kann ich als pdf zusenden.
Ein nicht lebensmittelgeeigneter "Billig"-Schlauch aus Fernost kann so z.B. Farbstoffe im Kunststoff enthalten, die hoch toxisch sind. Oder, wenn es ein Gummischlauch ist, mit Anti-Gammel-Schutz innen behandelt worden sein, der ebenfalls nix im Trinkwasser zu suchen hat. So ganz bagatellisieren würde ich das Thema nicht. WIe so oft im Leben ist die Menge und Dauer der Belastung, sowie die Wechselwirkung mit anderen Dingen (dies wird all zu oft vernachlässigt) entscheidend.
Und natürlich die entscheidende Frage : Ist es mir egal oder will ich für mich persönlich die gesundheitlichen RIsiken minimieren, um einigermaßen gesund ins hohe Rentenalter zu kommen ?
Meine persönliche Meinung : starke Raucher können sich so z.B. sehr entspannt zurücklehnen.

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Letzte Änderung: von Tommel.

Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 12:15 #32

  • innisfree
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Wenn man die Frage anders formuliert, heißt es: ist ein nicht lebensmittelechter Schlauch gefährlich?

Gefahr setzt sich zusammen aus einem Risiko (schon beschrieben, Übergang von Schadstoffen aufs Wasser) und wie lange/oft man sich diesem Risko aussetzt. Die Befüllung des Frischwassertanks dauert 5 Minuten, solange haben die Schadstoffe Zeit, sich aus dem Schlauch zu lösen und ins Wasser überzugehen.
Wenn man alle Risiken betrachtet (Kontaminierung der Zapfstelle, Meuchel im Schlauch, schlechte Wasserqualität vor Ort etc.) geht vom falschen Schlauch nur ein geringer Teil an der Gesamtgefahr aus.

Don't worry be happy.
mit freundlichen Grüßen
Innisfree

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Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 13:54 #33

  • straßencamper
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interessante Diskussion. Ein wenig schmunzeln muss ich schon, wenn sich so viele Gedanken über einen Wasserschlauch gemacht werden.
Die Leitungen im Haus bestehen zwar aus lebensmittelechten Kunststoffrohren, gereinigt werden sie wohl kaum. Abgesehen davon, dass Trinkwaser nicht steril ist, migrieren auch Chemikalien aus den Wasserleitungen ins Trinkwaser. Stabilisatoren etc. können analytisch nachgewiesen werden, ebenso Keime.
Alles o.k., solange Grenzwerte nicht gerissen werden.
Nach meiner ganz persönlichen Risikobewertung sehe ich das Schlauchmaterial nicht als kritisch an.
Dass ich keine Ware benutze, die stark nach Chemie riecht, sagt einem der gesunde Menschenverstand.
Einem gut durchgespülten Schlauch, bei dem das Wasser frisch und geschmacksneutral rauskommt, würde ich ohne Weiteres vertrauen. Gerade bei Wasser werden Geschmacksveränderungen sehr leicht wahrgenommen. Diese sensorische Prüfung braucht man nicht unterbewerten. Leicht lösliche Bestandteile oder Feststoffe sollten bei kräftger, turbulenter Strömung weitgehend ausgespült sein.
Pössl Roadcamp R, EZ: 2014, Ausbau für autarkes Stehen
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Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 14:01 #34

  • Birnenkopf
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Scheint ja ein heißes Thema zu sein was ich losgetreten habe. Liege mit meiner Meinung wohl bei der Mehrheit.
Normaler Qualitätsschlauch (kein ausdampfender Chinaschlauch) und Augen aufhalten am Hahn der Zapfstelle und wenn es zu seltsam aussieht (Kalk, Dreck usw.) lieber eine Station weiter fahren. Und immer den eigenen Schlauch nehmen und nicht möglichst durch das Dreckswasser was bereits um die Zapfstelle auf dem Boden schwimmt durchziehen damit später in der Box wo der Schlauch im Kasten liegt nicht der Gubbel in den Schlauch läuft. Weiterhin mit den ersten 1-2 Liter den Schlauch erst durchspülen und dann zapfen. Würde es sich denn auch lohnen mit irgendeinem Reinigungstuch (Sagrotan oder so ??) zuerst einmal um das Gewinde vom Zapfhahn zu wischen, dann seinen eigenen Adapter aufschrauben und dann erst den eigenen Schlauch anzuschließen ? Gibt es überhaupt solche Tücher die einen solchen Zweck erfüllen würden ? Irgendwo auf Youtube hatte Einer diesen Tipp mit den Tüchern gegeben, weiß aber nicht mehr ob er den Hersteller der Tücher genannt hatte.

In jedem Fall wäre das was ich oben geschildert habe das Maximum was ich machen würde. Ich will nicht erst eine halbe Stunde mit 1000 Sachen um die Zapfstelle flitzen um einen (dann angeblich) völlig entkeimten Raum schaffen zu können.

Wie ist es denn mit dem verstauten Schlauch ? Lieber die Enden mit einem Gardenastück zusammenstecken oder offen lassen ? Wenn zusammengesteckt kann er nicht austrocknen also es gibt einen Nährboden. Wenn er offen bleibt kann er austrocknen aber auch Keime eindringen. ;)

Ein unendliches Thema mit unendlich vielen Facetten -> "Hygenisches verwalten des Frischwassers im Womo"

LG
Christian
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Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 14:24 #35

  • frakko2
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Das hat auch eine psychologische Komponente. Es gibt Leute die werden schon krank oder bekommen Wahnvorstellung wenn man nur das Wort Keim ausspricht. Die werden dann auch ohne Keim krank denn die Prophezeihung muss sich ja erfüllen....

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Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 16:42 #36

  • straßencamper
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Birnenkopf schrieb: . [...] Weiterhin mit den ersten 1-2 Liter den Schlauch erst durchspülen und dann zapfen. Würde es sich denn auch lohnen mit irgendeinem Reinigungstuch (Sagrotan oder so ??) zuerst einmal um das Gewinde vom Zapfhahn zu wischen, dann seinen eigenen Adapter aufschrauben und dann erst den eigenen Schlauch anzuschließen ? Gibt es überhaupt solche Tücher die einen solchen Zweck erfüllen würden ? [...]
Christian


Yep, du siehst das ebenfalls relativ pragmatisch. Ein paar Liter mehr zum Durchspülen schaden nicht. Desinfizieren eher nicht. Wahrscheinlich verschleppst Du damit mehr Chemiezeug ins Wasser, als es nutzt. Bei Zapfstellen im Freien befürchte ich kaum eine Verkeimung der Armaturen, da das UV des Sonnenlichts bereits ein natürliches Desinfektionsmittel ist.
Soweit möglich, entleere ich das Restwasser aus dem Schlauch, und lasse die Enden offen. "Gammel" entsteht schneller, wenn keine Luft hinkommt. Ich beurteile die Zapfstelle nach gesundem Menschenverstand. Ist das Wasser klar und schmeckt es frisch? Im Süden bin ich vorsichtiger als in nördlichen Gefilden. Ich gebe grundsätzlich auch etwas Micopur in den Tank. Falls ich im Süden keine vertrauenswürdige Trinkwassequelle finde, benutze ich es nicht zum Trinken oder Kochen, sondern nur zum Waschen und Spülen.
Dann lieber Trinkwasser aus dem Laden, 5 l Kanister ist in den südlichen Ländern spottbillig. Zur Not führe ich noch einen Katadyn Wasserfilter mit an Bord, damit kann ich bei Verdacht Keime entfernen. Der Filter entfernt aber keine gelösten Chemikalien.
Nochmals: Gelöstes Dreckzeug im Wasser schmeckt und riecht man normalerweise. Die Wahrscheinlichkeit, geschmacksneutrale Giftstoffe zu erwischen, ist eher gering. Achte auf Farbe, Geruch, Geschmack. Der Mensch besitzt nicht umsonst diese Sinnesorgane, sonst wäre unsere Spezies bereits ausgestorben. Apropos Giftstoffe: Viele unserer Forenmitglieder sind wahrscheinlich auch dem Kohlegrille nicht abgeneigt. Wer die Bratwurst oder das Steak bedenkenlos isst, sollte sich über Gesundheitsrisiken aus dem Gartenschlauch überhaupt keine Gedanken machen. Ein kleines Restrisiko besteht immer und überall. Ich sehe die Wahrscheinlichkeit, bei einem Autounfall den Löffel abgeben zu müssen als deutlich höher an, als dass ich durch einen "falschen" Wasserschlauch mich vergifte.
Die letzten Gedanken vom Straßencamper zu DIESEM Thema, für mich ist es nun Schluss...
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Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 16:46 #37

  • regina
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Moin Tom,
nach unserem 3wöchigen Toscana Urlaub habe ich den Filter aus dem Plastikteil rausgenommen und unter fließendem Wasser ausgespült. Ausgetauscht habe ich dieses Teil bisher noch nicht, bei Bedarf jedoch kein Problem, kostet knapp 10 Euro.
Gruss Regina

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Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 17:01 #38

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regina schrieb: Wir haben einen "normalen" durchsichtigen Gardenaschlauch und vor einem Monat habe ich mir noch einen Filter gegönnt welchen wir vor den Schlauch setzen um evtl. gröberen Schmutz abzuhalten mit in den Tank zu kommen.


Damit kannst Du doch chemisch gar nichts ausrichten, höchstens ein paar Sandkörner aussieben.

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Letzte Änderung: von frakko2.

Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 17:44 #39

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Genau darum geht es mir.
Gruss Regina

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Muss es ein lebensmittelechter Schlauch sein ? 04 Jul 2018 21:22 #40

  • Tommel
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Man muss unterscheiden zwischen Verkeimung und Schadstoffmigration.
Das sind zwei unterschiedliche Dinge.
Ich werde morgen dazu nochmal 3 Sätze schreiben und Fakten aufzeigen.
Grundsätzlich betrachte ich aber den Schlauch, wenn mit ihm nur dauerdrucklos befüllt wird, eher als harmlos. Meistens jedenfalls.

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