Die Puma sind garnicht so schlecht wie ihr Ruf. Bei den Kleinspeditionen sind die fast nie kaputt gegangen. Da kenne ich welche die schon an die 600.000 auf der Uhr haben, mit erstem Motor.
Die erste Serie Injektoren waren problematisch, dürfte aber heute kein Motor mehr drinnen haben.
-Über Winter, bzw wenn die lange stehen unbedingt beim letzten Tanken vorher ein Additiv beigeben welches die Alterung des Diesel unterbindet, sonst verharzen die Injektoren.
-Ab und zu mal ein Reinigungsadditiv zugeben, Deutz InSyPro Clean Diesel hat sich bewährt, kann man auch gleich für die Überwinterung nehmen.
-NICHT zu untertourig mit hoher Last durch die Gegend schleichen, das belastet die Kolbenböden massiv.
Letzter Punkt ist meiner Ansicht nach das größte Problem, die ganzen Kleinspediteure fahren mit den Fahrzeugen "Knallgas" also mit höheren Drehzahlen, die Wohnmobilisten tuckern mit 100 bis 110 bei um die 2000 U/min durch die Gegend, natürlich im höchsten Gang. Die Motoren haben ein super Drehmoment, man kann also so fahren. Nun komm man auf der Autobahn mit 3500kg Gewicht an eine schöne lange Steigung hat den Tempomat bei 110 eingestellt und die Karre zieht die Steigung auch so hoch. Dabei entwickeln sich aber extrem hohe Kräfte am Kolben. Übertreibt man das, gibts irgendwann eine kleinen Riss an der Kante der Kalotte und der weitet sich nach und nach auf => Motorschaden

Lieber mal zurück schalten und lange Steigungen im kleineren Gang nehmen

Kostet halt ein paar Tropfen mehr teuren Saft, aber schont den Motor.
Das sind halt alles keine großen Hubräume mehr, die neueren Diesel muss man eher wie einen Benziner fahren.
Dann gab es mal bei den Motoren nach Facelift ein Problem mit der Software, die hatten in kaltem Zustand einen zu hohen Einspritzdruck, wurde dann geändert und dann war da auch Ruhe.
Für die Vorgänger gab es auch 2 Software-Updates, zumindest bei Ford, die haben auch die Einspritzdrücke etwas reduziert, danach kam es kaum noch zu Schäden.
Bei der letzten Puma-Serie wurden variable Ölpumpen verbaut, die erste Serie riss gerne mal ab, gab es einen Rückruf, die Motoren wurden aber, soweit mir bekannt und im Transit und Landrover verbaut.
Heute verbaut man bei den Transporter-Dieseln auch immer mehr Stahlkolben, die sollen gegenüber den Alukolben unempfindlicher gegen die hohen Drücke sein.
Ford hat im Puma-Nachfolger welche drinnen, der neue 2.2l vom Ducato 8 auch.