Also, zum Thema Schrauben nachziehen....Das ist so eigentlich gelebte Praxis bei allen Fahrwerksverschraubungen. Bei den Felgen kriegt das jeder mit. Bei Fahrwerken macht man eigentlich eine sogenannte "Setzfahrt" und zieht danach die Verschraubungen alle nochmal auf Drehmoment nach. Bei den Federbrieden ist das nichts anderes und eine ordentlich arbeitende Werkstatt macht das selbständig oder weist den Kunden zumindest darauf hin - schon allein aus Haftungsgründen.
Zum Thema Krafteinleitung von Bert: Da hast Du prinzipiell recht, die Anschlagpuffer liegen bei den lights (und bei den heavys eigentlch auch) immer auf, aber sie sind dann nur unterstützend, da die Blattfedern doch noch einen Großteil der Lasten ableiten und nur die Lastspitzen kommen über die Puffer. Wenn man 8" mit 3 bar fährt kann man die Blattfedern auch ausbauen, da lastet jeder Balg über 900Kilo auf die Aufnahmepunkte - das ist zu viel (Dauerlast!) und entspricht einer Achslast von fast 2 Tonnen! Die zulässige Achslast der Hinterachse wurde bei der Auflastung erhöht - das bedeutet aber nicht dass die ZLF die ganze Arbeit machen muss, sondern nur das bisschen mehr an Achslast übernehmen soll plus noch ein wenig mehr um den Komfort wieder herzustellen. Also runter mit dem Druck, 2-2,2 Bar sollten gut ausreichen. Achtet auf die Fahrzeughöhe an der Hinterachse, ein unbeladener (!) Heavy hat die Nabenmitte etwa auf Höhe der Unterkante der Radlaufverkleidung, ihr solltet beladen keinesfalls höher liegen sondern definitiv etwas tiefer. Es macht keinen Sinn die Blattfedern die gleichzeitig die Achs-Länkslenker darstellen eher in ausgefedertem Zustand zu fahren.
Schön dass Goldschmitt selbst auf die Teflonbuchsen gekommen ist.....Sprüht da mal WD40 rein. Sinn der Sache von Teflonbuchsen sollte aber schon eine Selbstschmierung sein - na ja.....Die Buchsen gibt´s eventuell als Ersatzteil, dann aber auch den Bolzen mit tauschen.
Das Knarzen im Stand ist eine andere Sache, da ist die Handbremse fast immer der Verursacher. Lässt sich folgendermaßen erklären: Wenn man das Fahrzeug über die ZLF anhebt leitet man eine kleine Drehung an den Hinterrädern ein. Das kommt daher, dass sich die Blattfedern durch die andere Krümmung verkürzen und durch die unterschiedliche Höhe des vorderen und hinteren Anschlagpunktes zusätzlich eine Radstandsveränderung beim Ausfedern eintritt. Der tatsächliche Winkel den die Hinterräder machen wollen ist aber so gering dass es die Bremsbeläge nicht "rutschen" sondern nur im Rahmen ihrer Elastizität an der Trommel etwas "verquetscht" werden. Da neigen die dann extrem zum Knarzen. Deshalb nicht bei angezogener Handbremse die ZLF verwenden oder nach der Änderung die Bremse kurz entspannen - das sollte helfen.
Ich bin gespannt was es denn nun letztendlich war...
Gruß
Markus