Die von thomas73 aufgeführen Gründe für die Lackproblematik sehe ich absolut genau so.
Die wichtigste Frage wurde ja noch nicht beantwortet, ob es sich um einen Neu- oder Gebrauchtwagen handelt.
Bei einem 6 Wochen altem Neuwagen schon in irgendeiner Form herum zu polieren, ist nach meiner Sicht das falscheste, was man tun kann.
Wir sind mit unserem imperialblauen Jumper ja auch ein "Lackopfer" und anfangs habe ich auch versucht, mit sündhaft teuren Keramic- und sonstwie Polituren den Glanzgrad irgendwie gegen vergrauen und abstumpfen zu retten. Der Erfolg blieb nur wenige Wochen erhalten, dann ging es wieder los.
Der Lack ist superdünn und ohne Klarlack auf dem Kasten macht man das vermutlich nur 3-4 mal, bis an manchen Stellen die Grundierung durchkommt.
Der deutlich erfolgreiche Weg ist nun bei mir: Fahrzeug nur noch mit Hockdruckreiniger (Abstand!, sonst fliegt einem an den Nähten und Dichtungen der Lack weg), einer weichen Waschbürste und einem weichen Lappen waschen, keine Waschanlage (!) mehr.
Danach einmal im Jahr nur noch Hartwachs mit sehr weichem Lappen oder Watte auftragen und nach trocknen wieder mit Lappen oder Watte abreiben.
Keine Maschinelle Bearbeitung mit Poliermaschine etc., weil diese an fast allen Kanten und Nähten viel zu viel Lack abtragen. Und dieses Problem ergibt sich sicherlich auch bei den professionellen Lackaufbereitern.
Mit diesem Vorgehen hält sich der Glanzgrad wirklich recht ordentlich und die Vergrauung geht beim Auftrag von Hartwachs komplett weg, das Wasser und Schmutz läuft gut vom Lack ab.
Auf dem Dach nach der Ablaufrinne mache ich gar nix, weil aus dem Auge aus dem Sinn. Stört mich nicht, wenn da oben ein paar Quadratzentimeter Lack abblättert und bei dem ganzen vollgepackten Dach kriegt man das eh nicht vernünftig hin.
Einen schönen Abend, Stefan
Clever Runner auf Jumper, Imperialblau, 165 PS Schalter, Heavy 3,5 t, 340 W Solar, 280Ah LiFePO, 1.500 W Wechselrichter, Truma D6-E, Osram LED Night Breaker