Hallo...
wir (2 Erwachsene, 2 Kinder im Alter von 3 Jahren bzw 6 Monaten) suchen auch schon länger einen Camper-Van
. Leider sind diese in Österreich noch einmal ein Stückchen teurer als in Deutschland...wir haben aus früheren Zeiten auch noch eine große Powerbank und Kochausstattung (Kochplatte, Reiskocher, E-Griller...)
...Wie ist der Campster generell insoliert? Also wäre es möglich, den auch im Winter zu benutzen? Oder wird es durch das Aufstelldach doch recht zugig? Achso, das Aufstelldach kann man als Schlafgelegenheit im Winter ja wohl nicht verwenden... da geht es eher darum, wenn wir mal ein Wochenende wo hin möchten...ob das theoretisch machbar wäre, im Campster zu übernachten
Hallo Biber!
Wenn´s ein alltagstaugliches Fahrzeug sein soll ist der Campster schon gut, ich mag ihn sehr.
Für 4 Personen aber durchaus eng und nicht optimal ausgestattet.
Einen gebrauchten 540er würde ich aus Platzgründen da eher längerfristiger sehen, wenn´s vom Unterhalt her machbar ist. Bzgl. der Parkmöglichkeiten dürfte das nichts ändern.
Wenn´s ein Campster sein soll (meiner ist BJ2019 MJ2020 vgl.bar 2019):
Die Schränkchen geben nicht viele zugängliche Stauräume - bei offenem Bett kommt man in wenige ´rein (umgebaut etw. besser). Um die Küche und die Sitzmöglichkeiten zu viert überhaupt nutzen zu können, muss täglich umgebaut werden. Daher ein 540er als Empfehlung, weil da zwar auch die Kinderbetten abgebaut werden müssten, aber mehr Platz auf einer trockenen Ebene wäre, samt Zugang zu mehr Stauraum - bei einem etw. größerem Gewichts-/Zuladungsproblem.
Die mangelnden Stauräume/Abstellplätze machen im Campster auch die Mitnahme von der Powerbank samt Koch-/Grillutensilien schwer. Ein Cover müsste ja evtl. dann auch noch "feucht" eingepackt werden, von einem Sonnensegel oder Vorzelt mal noch nicht gesprochen. Zusätzlich 4x (feuchte) Jacken und Schuhe - kein Vergnügen. Ein Wasserkasten passt hinten nicht stehend unter das Brett. Gepäck unterm Bett verkratzt ohne Schutz schnell das Mobiliar, also min. ´ne Matte dazwischen. Wo stellt man weiteres Gepäck ab, wenn man die Sitze drehen möchte, es bleibt nur der Fußraum + an der Windschutzscheibe. Die sinnvolle Unterbringung einer indoor-nutzbaren Nottoilette... wirklich schwierig.
Bzgl. der Webasto-Diesel-Standheizung habe ich keinerlei Bedenken. Es müsste ein Luftschlauch nach oben gehängt werden - für kältere Nächte. Wenn unter dem Bett alles voll beladen ist, dann kann die Luft nicht gut nach hinten zirkulieren. Die Kälte kommt jedoch v.a. von unten (und v. Heck). Die "Winterpakete" scheinen sehr simpel zu sein - besser selber machen, effektiver + günstiger.
Bzgl. der Feuchtigkeit ist es besser, bei Regen nicht gegen den Hochdachstoff oben zu kommen, damit Wasser nicht durchdringt. Wenn es dann anhaltend regnet ist es (ohne Cover) sinnvoll das Dach zu schließen (muss aber am Folgetag auch wieder geöffnet werden + durchtrocknen können, damit nix zu gammeln beginnt ( > wäre ein folgenreiches Problem, das keiner braucht). Schlafdachscheren nicht verbiegen durch anlehnen...
Liegefläche oben 1,20 m / unten 1,12 m. Ohne zusätzliche Topper/Matratzen/z.B. Frolisystem auf Dauer eher unbequem > v.a. die unteren Schlafbank- + Brett-/übergänge. Müsste man tagsüber alles nach hinten auf´s Brett rollen/packen + auch noch das Bettzeug von unten + oben, wenn man ob. dicht macht. Da bleibt keine Fläche um tagsüber mal etwas zu schlafen - v.a. für die Kinder.
Der Vanster wäre da die günstigere variablere Variante, in welcher etwas mehr Stellplatz bleibt - jedoch muss mehr ergänzt werden.
Auf was ich nie verzichten würde * Rückfahrkamera, * Webasto-D-Standheizung, für mich auch noch * Tempomat (fährt sich einfach entspannter)und das Hochdach wg. des Naturfeelings und der Durchlüftung, habe auch die 2. Schiebetür. Den Küchenblock herauszuheben rentiert sich nur, wenn man min. 3 Tage bleibt, wiegt mit Wasser + Gas dann ja auch min. 40 kg und ohne Vorzelt will man den ja auch nicht draußen lassen. Eigentlich braucht man dann auch passende "Füße" (wohin damit)und zumind. den zusätzl. Gasanschluss. Mein Küchenblock war noch nie outdoor - schwenkbar wäre cool (hat nur der Campstar)... die Grundidee ist gut, jedoch verliert man outdoor auch Gas/Hitze durch den Luftzug.
In Anbetracht, dass die Kinder auch noch wachsen und man mit ihnen eher mal ein paar Tage an einem Ort bleibt, denke ich, dass sich v.a. gute Schlafmöglichkeiten, notwendige Aufbewahrungsräume und eine sonnen-/regengeschützte Koch-/Sitz-/Eß-/Spielmöglichkeit gegeben sein muss.
Würde mir mal das mieseste Wetter Szenario ausmalen und überlegen, ob man im entsprechenden Gefährt mit der ganzen Mannschaft noch 2 Tage/Nächte klar kommen würde... und das bezweifel ich zu viert im Campster. Hängt auch immer vom Nutzungsverhalten ab.
Schöne Grüße und eine passende Entscheidung wünscht Euch
Campstera
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