Letztlich muß das jeder für sich entscheiden.
Meine persönliche Erfahrung nachdem ich nun innerhalb 20 Jahren das 3. Fahrzeug "auswärts" gekauft habe:
1999 habe ich einen Mazda aus Dänemark selbst eingeführt. Mein damaliger heimischer Händler machte Zicken, sein Sohn hätte anders reagiert. Sie verloren mich als Kunden und der nächste Händler freute sich. Garantiefälle gab es nicht, "nur" Inspektionen. Das ganze lief 10 Jahre ohne Probleme. Man erkannte, daß der eigentliche Umsatz nicht durch den Verkauf der Fahrzeuge gemacht wurde, sondern durch Folgekosten.
2009 habe ich wieder einen quasi Reimport gekauft, den aber in Deutschland (Fahrzeug kam aus Holland). Der wegen Umzugs neue Händler erkannte sofort den Vorteil eines neuen Kunden "auf Dauer". Auch 2 Garantiefälle waren nie ein Problem und wurden prompt erledigt, also keine Straf-Wartezeit.
2018 habe ich nun den Summit 640 gekauft. Hier kann ich noch nichts über die Abwicklung sagen. Generell ist anzumerken, daß jeder Vertragshändler im Regelfall verpflichtet ist, sich zumindest eines Garantiefalls anzunehmen. Macht er zicken, kann man sich beim Hersteller beschweren. Wie Pössl reagiert, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß Mazda so eine Haltung nicht tollieriert. Da mein Frischwasserablaßventil nicht richtig tickt, werde ich in absehbarer Zeit sehen, wie sich der mir am nächsten gelegener Händler verhält. Im Notfall fahr ich auf dem Weg in den Urlaub bei einem anderen vorbei und bitte um Hilfe bei einem Problem, das sich eben eingestellt hat
Noch zu erwähnen wäre, daß sich der jeweilige Aufwand nicht gelohnt hätte, würden wir nur von 3% oder 5% sprechen. Hier waren es, zumindest bei den Autos, bis 25%! Auch beim Pössl war es 2-stellig (auf das Zubehör bezogen).