Anschlagpuffer von namhaften Herstellern (Febi o.ä.) kosten um die 50€ das Paar. Austausch dauert vermutlich keine halbe Stunde
www.ducatoschrauber.de/anschlaggummis-an...ato-250-austauschen/
300€ sind da schon eine Ansage…
Zusatzfedern sind da bestimmt besser.
OK, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Die Aktion ist konzeptionell einfach, in der Praxis aber dann doch nicht so. Nachdem mir @Old Firehand freundlicherweise seine fast unbenutzten Puffer überlassen hatte, lag ich heute unterm Ducato. Das erste mal, dass ich das Teil angehoben habe - alle anderen Arbeiten habe ich, da schlank
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, bisher auch so erledigen können. Der erste Versuch mit einem Stempelheber ging naürlich wieder mal in die Hose, weil der in der Nullstellung 2cm zu hoch ist. Wie meistens bei den Dingern...Das gab mir Gelegenheit, das originale Bordwerkzeug auszuprobieren, und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Mit einer Knarre und 22er Nuss geht das ganz easy und auch flott. Nur muss man die Gewindestange gut geschmiert halten (was ich dann auch gleich erledigt habe).
Nun zu den Puffern. Mit Meissel und Hammer liess sich der erste gut lösen. Das Weiterdrehen von Hand ging trotzdem nicht, aber mit einem Ölfilterschlüssel liess sich das ganz gut machen. Gelegentlich war trozdem noch Rostlöser und Hämmern angesagt.
Dieser Ölfilterschlüssel
hat den Vorteil, dass sich die Klammer in die Nuten des Halteblechs einhaken lässt, so dass man gut Kraft ausüben kann, ohne dass man den Schlüssel fest anknallen muss. Was lästig wäre, weil man das Ganze ja nur max 60 Grad drehen kann und dann umsetzen muss. Die Seite ging also ganz gut. Reinschrauben mit etwas Fett, damit es nicht festrostet, das ging auch ganz gut, zuletzt mit Hammer und Meissel mit dem vorgesehenen Drehmoment
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festgezogen
Dann kam Nummer 2. Dort begegnete mir der Voldemort jedes Autoschraubers - die festgerostete Schraube. Die sass ab der Mitte fest, so dass sich das Ganze nur noch mit Hämmern stückchenweise bewegt hat. Irgendwann beim Hebeln fiel der Puffer aus dem Halteblech, was nicht weiter störte. Dann allerdings löste sich die wohl nur maßig festgepunktete Schraube vom Blech, so dass man nur noch mit der Rohrzange weiterkam. Das war ein ziemliches Gewürge, vorwärts, rückwärts, Rostlöser und ständiges Umsetzen der Rohrzange, was wegen des Blechs, das ja noch um den Bolzen rum war, nicht ganz einfach war. Diese Seite hat mich alleine mindestens eine Stunde beschäftigt, bis ich es raus hatte. Zum Glück hat die im Rahmen eingeschweisste Mutter gehalten....
Vor dem Einschrauben habe ich das Gewinde nochmal nachgeschnitten (Achtung, Feingewinde 10x1,25), damit es sich nicht wieder festfrisst.
Fazit also: locker 2 Stunden - zu Werkstattpreisen also 400€. Da sind die 300€ also gar nicht so falsch......
Am Ende - wars nötig ? Auf den ersten Blick nicht, die Puffer sahen noch gut aus.
Auf den zweiten Blick dann schon - der alte war locker 2cm kürzer. Nicht abgenutzt, einfach nur zusammengegangen. D.h. er federt natürlich nicht mehr ganz so gut. Fahrleistung bis hierher etwas über 100Tkm
Fazit - machbar, aber nicht zu unterschätzen. Ich habe dann mal versucht, den Puffer wieder in sein Halteblech zu drücken. Mit einem Schraubenzieher und stückchenweise am Umfang entlang den Gummi wieder untern den Wulst schieben geht eigentlich ganz gut. Mit etwas Fett sicher noch einfacher. Im ausgebauten Zustand allerdings. Unter dem Fahrzeug ist das sicher etwas schwieriger. Aber es wäre immerhin eine Möglichkeit, wenn die Teller partout nicht abgehen wollen, den Puffer einfach rauszuhebeln und den neuen einzusetzen.