@HPeter und @Lothar und Ute: Das ist nicht nur aus dem Bauch heraus. Ich habe ja mein Öl testen lassen und es war nach nicht einmal 8000 km vollständig mit Ruß gesättigt und deutlich mit Diesel belastet. Natürlich haben Diesel schon immer gerußt und das Motoröl von Dieselmotoren war schon immer schnell schwarz (ich bin ewig einen Mercedes 200D aus 1991 gefarhren). Der große Unterschied ist aber heute, dass es eine Abgasrückrührung gibt die das Öl zusätzlich mit Ruß belastet und die Ansaugwege verdreckt. Zusätzlich muss der Rußpartikelfilter regeneriert werden was ja bei vielen Motoren einfach durch Nacheinspritzung passiert und damit zu Dieseleintrag ins Öl führt.Turbolader wollen gut geschmiert werden und belasten durch die hohen Temperautren das Ölzusätzlich. Dazu die hohen Literleistungen im Vergleich zu "früher".
Und Öl unterliegt sehr wohl einem Verschleiß. Irgendwann sind die Additive/ aufgebraucht/gesättigt und können z.B. den Ruß nicht mehr in der Schwebe halten um ihn im Filter abzuscheiden (in der Folge bildet sich Ölschlamm). es gibt dazu noch "Waschzusätze", korrosionsschutz additive usw. Und die können ihre Aufgabe eben nur eine bestimmte Zeit erfüllen. Zudem werden die Ölmoleküle durch Scherkräfte und Temperatur immer kurzkettiger was ebenfalls zu quasi dünnerem Öl führt.
Nicht falsch verstehen. Ich will hier nicht klugsch... aber deutlich machen, dass ich durchaus etwas Ahnung von der Materie habe. Und habe keine Lust mich doof von der Seite anquatschen zu lassen 
Natürlich wird ein Motor nicht sofort kaputtgegen. Schon gar nicht z.B. ein Saugmotor mit wenig Literleistung. Bei modernen Motoren ist Öl als Ersatzteil zu sehen und man kann nicht einfach irgendwas nehmen. Und jeder der mit Motoren zu tun hat (außer den Vertragswerkstätten und der Hersteller) werden von Longlife intervallen abraten.
Also lasst mir doch meinen Spaß und das Öl alle 10.000 km wechseln. Kann ja jeder machen wie er will.
@Dr.Hasenbein:
Ich möchte zunächst erst einmal klarstellen, dass auch ich von der Materie etwas Ahnung habe.
Eine von Ihnen unterstellte aus dem “Bauch rauß“ Argumentation ist deshalb unangemessen. Auch die Unterstellung, ich würde Sie doof von der Seite anquatschen, ist nicht nur entbehrlich sondern stellt eine unterste Schubladen-Kommunikation dar.
Ja, jeder darf so oft er möchte sein Motoröl wechseln. Dieser beseitigt jedoch nur vorübergehend Symptome und beruhigt eventuell das Gemüt. Die eigentliche Fehler-Ursache bleibt ungelöst bestehen, so dass sich der Ölwechsel nach kurzer Zeit selber überflüssig gemacht hat und der Schreckenskreislauf beginnt von vorne.
Es ist also nicht nur wichtig Ahnung von der Materie zu haben und einzelne Symptome zu kennen, sondern diese logisch zu verknüpfen und eine mögliche Ursache definieren.
Danach kann eine zielgerichtete Lösung zur Beseitigung der Ursachen erfolgen.
Wenn von Ihnen die These aufgestellt wird, dass nur Vertragswerkstätten und Hersteller lange Ölwechselintervalle vertreten, dann fehlt an dieser Stelle die Nennung der Quellen. Ansonsten ist dieses nur eine kühne (Schutz-) Behauptung, zumal Vertragswerkstätten und Hersteller doch sehr gut an kürzeren Inspektionsintervallen verdienen könnten. Aus diesen Gründen halte ich eine abweichende Empfehlung durch Dritte für unseriös.
Die Hersteller und Entwickler haben fundiertes Ingenieurwissen. Schon aus Gründen der zu erwartenden Folgekosten werden durch diese verantwortlichen Stellen keine Bauchentscheidungen getroffen.
Aber nun zu ihrem Motoröltest.
Von welchem Labor und nach welcher Methode wurde der Motoröl-Test durchgeführt?
Wie wurde das Öl entnommen?
Wann wurde das Öl entnommen?
War der Motor warm (Betriebstemperatur) oder kalt?
Wie genau war der Fahrstil der Fahrt vor der Ölentnahme und wie lang war die gefahrene Strecke?
Wie viele repräsentative Vergleichsproben wurden vor oder nach dieser Probe schon entnommen und untersucht?
Ist durch Auslesen der Motordaten sichergestellt, dass eine laufende Partikelfilterreinigung nicht durch Ausschalten des Motors unterbrochen wurde oder dieses sogar in letzter Zeit mehrfach passierte? Da diese Reinigung im Hintergrund abläuft bekommt der Fahrer das ja leider nicht mit.
Eine simple Meldung “Partikelfilterreinigung läuft. Motor nicht abstellen“, gibt es nicht.
Diese Liste könnte ich noch über eine Seite weitermachen.
Jede Frage für sich kann schon zu einem erhöhten (Messung?) Rußanteil führen.
Dieser einzelne Motoröltest hat somit aus meiner Sicht keinerlei Aussagekraft.
Im Übrigen lagern sich die Rußpartikel, den Additiven zum Trotz, bei Motorstandzeiten ab. Nach dem Starten des Motors werden diese wieder aufgespült. Das Öl gelangt zum Ölfilter, wird gefiltert und gelangt relativ sauber zu den Schmierstellen.
Nach Erreichen der Betriebstemperatur kann dann auf diesem Weg der in dem Motoröl enthaltene Dieselkraftstoff verdunsten. Dieser verbrennt oder wird über die Abgasrückführung dem Kreislauf wieder zugeführt und verbrennt dann.
Das Öl in der Ölwanne ist also immer entsprechend verunreinigt, da es frisch aus der “Brennkammer“ kommt.
Um einen signifikanten Dieselanteil im Motoröl feststellen zu wollen/können müssen häufige Messungen des Ölfüllstandes erfolgen. Wird tatsächlich eine sogenannte Ölvermehrung festgestellt, also wenn sich mehr und mehr Diesel ansammelt, ist Vorsicht geboten. In solch einem Fall sollte man eine Fachwerkstatt aufsuchen. Es ist ratsam zunächst eine Motorspülung durchführen lassen.
Ansonsten ist Diesel im Motoröl leider normal.
Eine subjektiv festgestellte übermäßige Rußbildung, kann (muss aber nicht, der Einzelfall ist zu betrachten) durch Kurzstrecken und durch häufiges unterbrechen der Rußpartikelfilterreinigung verursacht werden. Aber auch falsche bzw. unsaubere Einspritzung kann die Ursache sein (Fehlerursachen kommen noch viele weitere in Betracht).
Um der Rußbildung entgegen zu wirken, um eine verbesserte Verbrennung zu erreichen, um den Kraftstoffverbrauch geringfügig zu verringern, um alle mit Dieselkraftstoff in Berührung kommenden Teile sauber zu halten (Bio-Müll entfernen) und die sogenannten Dieselpest zu verhindern kann ich nur einen entsprechenden Dieselzusatz empfehlen.
Darüber hinaus ist es aufgrund des Bio-Anteils im Diesel hilfreich, das Fahrzeug immer nur mit vollem Tank über einen längeren Zeitraum (im Sommer < 2 Wochen) abzustellen. Dadurch ist der Sauerstoffanteil im Tank sehr gering und der Bioanteil fängt nicht an zu gammeln.
Es war schon immer besser die Ursachen zu beseitigen und nicht an den Symptomen zu doktern.
In diesem Sinne:
Ölwechsel laut Hersteller für Jumper ab 2019, alle 2 Jahre oder 50.000 km.