So, ich habe mich heute Nachmittag mal auf die Suche gemacht und glaube, die Stellen gefunden zu haben, wo der Wassereintritt in die Schweller erfolgt.
Ich bin sowohl am vorderen aber auch hinteren Radkasten fündig geworden. Ich versuche das mal zu beschreiben:
Normalerweise sind ja die inneren Radhausbleche an den Außenfalzen mit der äußeren Karosserie verbunden, heißt durch Schweißpunkte nahezu spaltfrei verschweißt. Offenbar ist es aber bei unseren Fahrzeugen so, dass diese Verbindung geklebt werden, möglicherweise auch nur an einzelnen Stellen, denn ich habe nur alle 10-20 cm herausquellende Klebe-/Dichtmasse gesehen. Die beiden Bleche haben jedoch einen Abstand von 3-5mm, manchmal mehr, und in diesen Zwischenraum wird dann vermutlich Wasser und Sand gespült und läuft dann in der Radkastenkurve innen nach unten in den Schweller. So zumindest meine Theorie.
Auf diesem Bild habe ich mal mit einem Spiegel ein Foto versucht, eigentlich müssten die Räder dafür aber ab:
Dann habe ich mich gefragt, wieviel Sand denn an der tiefsten Stelle des Schwellers (das ist die Ecke vorne, die fällt ja deutlich ab) noch vorhanden ist.
Erstmal die Verkleidung abgemacht, unten ist für den Halteklipp ein Loch, da war schon alles feuchter Sand:
Dann noch mal mit einer selbstgebauten Sonde durch das erste Gummistopfen-Loch vorne noch mal gestestet und Sand "gefangen":
Dann wollte ich es genau wissen, habe mir eine Schlauchsonde gebaut und durch das erste Schwellerloch (ca. 50-60cm von vorne) nach vorne zum tiefsten Punkt Wasser reingespült, welches dann durch das Plastiknippelloch am tiefsten Punkt herauslaufen konnte. Das erschreckende Ergebnis:
oder so:
Nun stellt sich die Frage, habe ich ein Montagsauto erwischt, und die Dichtmasse im Werk war leider alle oder sie wurde vergessen? Oder ist das Produktionsstandard?
Ich befürchte zweiteres und die meisten wissen nichts um die Situation in den Schwellern, denn wer guckt da schon rein?
Hätte ich nicht durch das Hohlraumversiegelungsprojekt vor 1,5 Jahren die Stopfen aufgemacht und wäre nicht damals schon Sand raus gerieselt, hätte ich das nie gemerkt.
Das hat natürlich auch Konsequenzen, denn wenn in den Schwellern feuchter Sand liegt, funktioniert keine Hohlraumkonservierung. Wenn dieser Sand dann noch bei einer langen und heftigen Regelfahrt in den Schwellern hin und her spült schleift dieser auf Dauer auch an anderen Stellen die Konservierung kapputt.
Insofern kann ich froh sein, es bemerkt zu haben und werde jetzt folgendes machen:
-Beide Schweller durch Spülen mit Wasser sandfrei machen.
-Die Spalte der Blechpfalze mit Karosseriedicht- und -klebemasse abdichten.
-Alles mit offenen Gummistopfen austrockenen lassen.
-Nach einer längeren Regenfahrt nochmals prüfen, ob es tatsächlich das Problem war.
-Nochmals Hohlraumkonservierung durchführen.
Wer noch Vorschläge zur Korosseriedichtmasse hat bitte gerne Tips geben.
Wenn ich die Räder demontiert habe und die Dichtmasse auftrage werde ich noch mal Fotos einstellen.
Und ich habe mich schon gefragt ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, die Gummistopfen oder zumindest einen Teil davon, einfach weg zu lassen?
Denn wie schon im ersten Post beschrieben kann das Wasser offenbar nicht ablaufen und steht dadurch ggfls. sehr lange in den Schwellern, bevor es durch den Innenraum verdunstet ist. Bewusste Ablauflöcher etc. habe ich im gesamten Schweller nicht gefunden.
Viele Grüße, Stefan
Clever Runner auf Jumper, Imperialblau, 165 PS Schalter, Heavy 3,5 t, 340 W Solar, 280Ah LiFePO, 1.500 W Wechselrichter, Truma D6-E, Osram LED Night Breaker