Da ich seit 1988 autarke Solarstrom-Erfahrung habe und 27 Jahre lang
Solarstrom mein Haupt-Geschäft war, in der weit über 1.000 Anlagen
weltweit realisiert wurden, erlaube ich mir kurz einzuhaken/korrigieren, wie ich es im
Durchlauf gelesen habe:
Vorab: Richtig mobil Kochen mit Strom ist eine "Schnapsidee".
www.oeko-energie.de/shop1/de/Solarstrom/...0und%20Heizen%20will
Der Anschlusswert eines Induktions-Kochfeldes ist erst einmal zweitrangig. Auch
wenn da 2000 VA steht, kann man die Allermeisten mit 1 - 200 VA starten.
Die gewünschte Leistung muss "nur" vom Wechselrichter dauerhaft erbracht werden
- also z.B. 2.000 VA. Bei zuverlässiger, guter Qualität, mit gutem Wirkungsgrad
(wenig Verluste) kostet das viel Geld. Vergesst die China-Teile für 250 Euro!
Die Solar-Leistung hat damit überhaupt nichts zu tun - wer kocht schon mittags
um 13:00?. Aber in der Batterie muss die Energie stecken - am besten für längere Zeit.
Das kann man berechnen.
Wenn aber mal die Batterie leer wird, sollte meist schnellstmöglich nachgeladen
werden. Geht es um große Mengen, hilft viel Solarleistung natürlich auch viel.
Ist es draußen dunkel, nutzt auch der aller größte Solargenerator nichts.
Herr Dolde hat zwar ein großes, teures Buch geschrieben, aber erstens von
Solartechnik keine Ahnung und Zweitens sind gerade Preisbeispiele aus der Zeit
2021/22 völlig sinnlos. Teilweise kann man diese Preise heute vierteln!
Ohne Aussage zum Verbrauch (wieviel Minuten mit welcher Leistung), Standort und
Anlagenleistung ist eine positive Aussage zum Induktionsbetrieb nichts wert.
Auch wir haben schon Ende der 80er unsere 4 Minuten-Eier und den 5
Minuten-Kaffe mit Solarstrom gemacht. Das waren morgens gerade mal 100 Wh, die
mit 43 Wp in 3 - 4 Stunden sicher wieder drin waren.
30 Minuten Bratkartoffeln bei 800 VA oder ein Braten (...) sind etwas völlig
anderes. Auch 25 Min. Nudelwasser mit 1200 VA...
In jedes Fahrzeug kann man eine große Batterie einbauen, die im Falle LiFePo4
gar nicht mehr so groß/schwer sein muss. Denn sie kann überall sitzen - nicht
unbedingt unterm Fahrersitz!
Natürlich kann man auch auf einem Van-Dach (wenn die Fenster nicht doof sitzen)
große Leistungen unterbringen. Theoretisch sind das auf 4 x 2 m bis zu 2000 Wp.
Die braucht man aber nicht, um 2.000 VA Verbraucher zu betreiben. Nur den
passenden WR und genug Energie im Akku. Vorsichtig sein sollte man mit den jetzt billig verfügbaren Großmodulen (3 - 4oo Wp).
Die sparen Platz und sind superbillig, sind aber nicht für Sprünge mit dem Fahrzeug gemacht.
Ich habe gerade 2 x 150 und 85 Wp untergebracht, weil die Sat-Antenne denkbar doof sitzt.
Bräuchte ich mehr, würde ich vorne etwas auf die Schrägen kleben und noch einen Solartisch einpacken.
Das ist ein tolles Beispiel für billige Großmodule (Tisch 1,70 x 1,20, mit 400 Wp für 100 Euro).
Sieht auch gut aus... Toll, wenn man den verstauen kann.
Wer viel auf Fähren und sonst nur im Sommer unterwegs ist und ein Fahrzeug neu
ausbaut, wird aus Platz-, Öko- und Kosten-Gründen vielleicht auf Gas verzichten
wollen. Kann man machen. Ein Um/Ausbau/Erweiterung ist aber, nur um auf Gas verzichten zu
können, in den meisten Fällen ökologisch, wie ökonomisch unsinnig.
Will man seinen Ausstoß ausgleichen, packt man zuHause etwas auf´s Dach, u,s.w.,
PS: wir haben z.B. auch autarke Hausboote realisiert.
Da gab es riesige Flächen für genug Solarmodule.
Dennoch wurde mit Gas gekocht, weil der Strom zum Fahren benötigt wurde.
Steht das Hausboot ist das natürlich eine andere Sache.