um auf das eigentliche Thema zurückzukommen:
Wenn man schon zitiert dann sollte man auch fairerweise aus dem Artikel "Bimetallkorosion, auch Kontaktkorrosion, galvanische Korrosion" zitieren:
" ... Bildet sich der Elektrolyt durch die Einwirkung von Luftfeuchtigkeit, so können Maßnahmen zur Entfeuchtung der Luft oder zur
Verhinderung von Kondensation getroffen werden."
Die hier beschriebene Theorie steht in keinem Widerspruch zu meinen Ausführungen aus der Praxis (im Gegenteil). Der hier angeführte Artikel beschreibt aber nur einen Teil der Realität, bezieht sich lediglich auf die Reaktion der Metalle aufgrund ihrer Standardpotentiale (vereinfacht: geringe Spannungen untereinander). Bei Batterieanlagen hat man es mit einer zusätzlichen, wesentlich höheren, Gleichspannung zu tun.
Ich bin kein Chemiker und ich habe auch nicht Oberflächentechnik studiert, aber soviel ist klar:
Luftfeuchtigkeit kondensiert auf Metallflächen und die Verschraubungen sind nicht luftdicht. Sie oxidieren von außen nach innen, bevorzugt zwischen den Flächen. Deshalb werden natürlich alle Metallflächen vor der Montage benetzt, auch wenn der Schutz beim Verschrauben zwischen den Metallflächen teilweise verdrängt wird, er schützt trotzdem.
Außerdem ist das Argument mit der 'überhöhten' Luftfeuchtigkeit eigentlich unerheblich: ich muß meinen Camper auch bei Dauerregen (mit 95% rel. Luftfeuchtigkeit), im Wintercamping oder bei gesättigter Luft am Meer verwenden können !
Mit richtig installierter Batterie ist das alles kein Problem.
Früher war die Korrosion (in stärkerem Maße vor allem außen) durch das Gasen der Bleibatterien erklärt. Nach dem Aufkommen der Lithiumbatterien tritt der Effekt der Kontaktkorrosion aber auch dort auf und auch bei trockener Installion in Innenräumen, offensichtlich reicht normale Luftfeuchtigkeit.
Zu meiner Kompetenz: Seit 30 Jahren Batterie Installation, Wartung und Reparatur der genannten Schäden, seit etwas mehr als 20 Jahren mit eigener Firma: ich plane und errichte Inselstromversorgungsanlagen in ganz Europa. Meinen Klienten mache ich von der Hütte im Gebirge bis zur Villa in der Halbwüste, von der Farm in Portugal bis zum kleinen Dorf in Norwegen, den Strom aus der Steckdose. Energieautark fernab vom öffentlichen Stromnetz.
Dazu installiere ich jedesmal eine kleinere mehrzellige bis zur mehrstufigen großen Batterieanlage, sie bildet das 'Rückgrat' der Energieversorgung. Zur Anwendung kommt dabei Technik aus den USA, Frankreich, Deutschland, Italien und China. Die Microprozessor - Steuerung und Regelung für den vollautomatischen Betrieb kommt dabei aus eigener Entwicklung und Fertigung.
Dazu ein Beispiel: meine eigene vorher unbebaute 32 Hektar Finca in Südspanien liegt mitten auf dem Land. Da versorgt eine rund 28000.- € netto EK teuere Batterie ein Werkstattgebäude, mehrere Nebengebäude, Lager und ein Einfamilienhaus mit 520 qm Fußbodenheizung. (Pool nicht zu vergessen - ist ein 'Energiefresser')
Und weil jetzt auch noch Jesus im Spiel ist: ich habe keinerlei missionarische Absichten, und möchte bitte nicht weiter von der Inquisition verfolgt werden !
Wer mag kann meinen Rat befolgen, der kommt aus der Praxis und da ist
nichts falsch dran. (... "und sie bewegt sich doch"

)
- Batterie kontrollieren (dazu Poppkorn und oder Bier kurz zur Seite stellen)
- Schutz auf die zerlegten Anschlüsse auftragen wenn nicht ersichtlich daß einer dran ist (egal wie das auf meinen Bildern aussieht)
- (vorher natürlich eventuell bereits erfolgte Korrosion entfernen) und alles montieren.
Ist keine große Sache, trotzdem wichtig wie ich finde.
VG, Bert