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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 09:04 #21

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Für mich ist da Thema derzeit mindestens widersprüchlich. Leider ist Elektrik nicht mein Thema, von daher bin ich auf die Aussagen der "Spezialisten" angewiesen. Es gibt derzeit 2 Aussagen zum Thema : 1. Das "alte" gerät ist für AGM ungeeigent und führt zu nie voll geladenen Akkus und zu vorzeitigem Ende der selben. 2. Das ist egal. Entscheidend ist die Ladespannung. Und hier spricht man bei AGM von einem "Maximal"-Wert von 14,7. Weniger geht auch und zerstört die Akkus keineswegs. Was jetzt richtig ist,....keine Ahnung. Das ist blöd.

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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 09:39 #22

  • woupi
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@Tommel,
Punkt 1 "a" ist eigentlich relativ einfach. Um Strom in eine Batterie zu bekommen benötigt man eine gewisse Spannung. Die benötigte Spannung zum laden ist abhängig vom inneren Aufbau. Eine normale Blei Nass Batterie unterscheidet sich zu einer Gel und beide unterscheiden sich zu einer AGM. Alle drei benötigen darum eine andere Ladespannung. Bei AGM ist, je nach Hersteller, 14,7 - 14,8V vorgeschrieben (Varta 14,8V). Da nun die Spannung der alten Ladegeräte mit 14,3V, auf der Einstellung GEL, zu gering ist, wird die Batterie nie voll.

Zu Punkt 1 "b". Eine Batterie benötigt zu der Spannung aber auch noch einen bestimmten Strom und die sollten auch nicht die ganze Zeit gleich sein. Dazu gibt es die sog. Ladekennlinie.

Anhand dieser Linie kann man erkennen das sich Spannung und auch Strom verändern. Wenn es um die Haltbarkeit der Batterien geht, geht es auch um die richtige Ladekennlinie. Das alte 516 hat aber nur GEL und PB kein AGM und daher auch nicht die richtige Ladekennlinie.
Die Haltbarkeit hängt allerdings auch noch sehr stark vom Benutzer Verhalten ab (Tiefentladen usw.)

Ich hoffe ich konnte damit ein wenig Licht ins dunkle bringen.
mfg

ex. Clever Celebration 7.17 Heavy 16", Silber

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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 10:59 #23

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Hallo WOUPI

das ist leider nicht richtig was Du schreibst!
Ein Ladegerät liefert eine Spannung, den Strom "nimmt" sich die Batterie entsprechend dem Ladezustand und der angelegten Spannung.
Von aussen kann man nur eines vorgben:
Gibst Du die Spannung vor, stellt sich der Strom entsprechend ein
Gibst Du den Strom vor, ergibt sich daraus automatisch die Spannung.

Auch wenn diese tollen Kennlinen der Hersteller immer alles mögliche suggerieren, ist es so wie geschrieben.
Und wenn man die Diagramme genau liest, dann kann man das auch erkennen:

Im Bereich "BULK" ist das Ladegerät an seiner Leistungsgrenze. Mehr als den angegebenen maximalen Ladestrom kann es nicht liefern. Und das bleibt eine ganze Weile so.
In dieser Zeit ist der Strom vorgegeben. Das Ladegerät will zwar die Spannung von 14,8 Volt halten, kann es aber gar nicht. Also sinkt die Spannung ab, aber der Stom bleibt konstant.
I = 25 bis 35 % von C20 heißt ja immerhin bei verbauten 100AH schon 25 bis 35 A. Das schaffen die Ladegeräte sowieso nicht.
Also, wenn die Batterei recht leer ist, wird die Spannung der Batterie nie höher sein als maximaler Ladestrom des Gerätes und Ladezustand der Batterie hergeben.

Jetzt steigt der Ladezustand der Batterie langsam an. Damit ändern sich die inneren Zustände der Batterie. Das Ladegerät macht nichts anderes, als tapfer seinen maximalen Strom zu liefern. Die Ladung der Batterie steigt, die Spannung automatisch.
Da regelt nicht wirklich einer was.

Das Ende der BULK Phase ist einfach so definiert, dass die Batteriespannung nun die maximale Ladespannung erreicht hat. In dem Fall 14,8 Volt.
Und das Ladereät macht nichts anderes, als die Spannung auf diesen Wert zu begrenzen.
Der Strom reduziert sich ab jetzt von alleine, je voller die Batterie wird. Da macht das Ladegerät nichts anderes, als einfach die maximale Ausgangsspannung zu halten. Den Rest bestimmt wieder automatisch der Ladezustand der Batterie.

Das einzige, was die modernen Ladegeräte jetzt noch wirklich machen, ist, nach einer bestimmten Zeit bzw. wenn der Ladestrom auf ein bestimmtes Niveau gefallen ist, nochmals die Spannung zu reduzieren. Wie sonst auch, reduziert sich der Strom in der Batterie automatisch.

Das ist alles wirklich nicht so kompliziert, auch wenn die Hersteller der Ladegeräte das immer gerne so verkaufen.


Ein einfacher Vergleich ist eigentlich die Fahrt im Auto bei hügeliger Landschaft.
Du hat drei Parameter: Die Landschaft, die Geschwindigkeit und die Gaspedalstellung.
Man kann nicht alles drei unabhängig voneinander einstellen.
Ist die Landschaft (Batterieladezustand) gegeben, dann kannst Du entweder die Geschwindigkeit wählen (Spannung) und daraus ergibt sich die Gaspedalstellung (Strom), oder du gibst die Gaspedalstellung vor (Strom) und daraus ergibt sich die gerade mögliche Geschwindigkeit in Abhängigkeit der Landschaft.
Vollgas bei ebenem Gelände und gleichzeitig nur 60 fahren geht eben nicht.

Bulkphase:
Es geht steil Bergauf, Du gibst Vollgas, aber mehr als 65 km/ h kommt nicht raus. Der Motor ist zu schwach.
Weiter in der BULK Phase:
Es wird langsam immer flacher (Ladezustand steigt), immer noch Vollgas, Du wirst immer schneller.
Du erreichst 100 km/ h, deine gewünschte Maximalgeschwindigkeit. Ende der BULK Phase.
Es wird weiter flacher, also fängst Du an, um die 100 nicht zu überschreiten, immer weniger Gas zu geben. (Der Strom sinkt in der Absorptionsphase)
Je voller die Batterie wird, desto weniger Gas gibst Du.
Das hängt direkt zusammen und wird automatisch durch das Gelände bestimmt, mehr nicht.

Die tollen Ladekennlinien sind also gar nicht so kompliziert, stellen nur einen maximalen Strom und eine maximale Spannung ein, mehr nicht. Den Rest macht der Ladezustand der Batterie und nicht das Ladegerät.

Gruß Rüdiger
Pössl Summit 640 2,0l, 163PS, arancio new batic, Eiche Kupfer bora, getauscht gegen
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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 11:03 #24

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Um die Verwirrung komplett zu machen, bringe ich noch die Temperatur ins Spiel



Auf dem rechten Diagramm seht ihr die Spannungen U1 / Absorbtions oder Ladeschlußspannung und U2 / Float oder Erhaltungsladung, in Abhänigkeit der Temperatur. Beim verschlossenen Kasten in der Sonne, treten oft 35 °C auf. Also sind die optimalen Ladespannungen:
20 °C 35 °C
U1 14,7 V 14,4 V
U2 13,5 V 13,2 V

Also würde eine Batterie in der Sonne auch mit einem Ladegerät mit niedriger Spannung optimal geladen., hingegen mit einem Ladegerät mit 14,7 / 14,8 Volt überladen (was ich mittlerweile für kritischer halte)
Somit würde für mich ein Austausch eines Ladegrätes mit 14,3 Volt durch ein 14,7 Volt ohne Temperaturkompensation für 300 Euro nicht in Frage kommen. Dazu steht der Wagen zu oft in der Sonne, und es besteht die Gefahr des Überladens.
Bei Temperaturen < 20 °C sind zudem die konstanten Spannungen 14,7 / 13,5 Volt auch zu niedrig,
Das Geld würde ich in eine Solaranlage investieren, die einen Regler mit dem oben gezeigten Verhalten zeigt (Diagramme sind aus dem Votronic Handbuch) Somit hätte 3/4 des Jahres eine optimale Ladung. Der Rest des Jahres gleicht die Solaranlage vielleicht den kompletten Verbrauch nicht aus, macht die Ladung aber bei auf 14,3 Volt vorgeladenen Batterien komplett.
Das ist meine Meinung.

Alternativen:
- Vielleicht sonst nach einem Ladegerät mit Temperaturkompensation suchen.
- oder das Ladegerät drin lassen, und parallel zbsp ein CTEC MX 10 (ca 160 Euro ) + Temperatursensor ( ca 23 Euro) Zusatzladegerät anschließen. Ein vernünftiges mobiles Ladegerät im Haushalt macht immer Sinn.

Ich hoffe, ich habe nicht zuviel Verwirrung gestiftet.

Gruß
Chritsoph

Anmerkung:
sehe gerade das das CTEK MX5 eine eingebaute Temperaturkompensation hat. Da Gerät kostet nur ca 74 Euro, und würde trotz seiner nur 5 A unter der Annahme der gleichen Temperatur Ladegerät zu Batterie seine Aufgabe erfüllen. Das sind nochmal 100 Euro weniger als das MX 10 mit externen Sensor.
Poessl 2Win R 2015

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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 11:30 #25

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Seht ihr. Das meine Ich.
Ihr macht mich fertig. :lol: :lol:
Ich glaube euch allen. Allesd was ich gelesen habe, liest sich schlau und schlüssig für mich. Aber die Meinungen gehen zu 180° auseinander.
Was soll ich jetzt als Strom- Laie sagen, wenn ich in meinem Auto das "alte", nicht AGM-geeignete Gerät finde ? Oder gehts trotzdem ?? Oder wie ?
"Helft Mir :( :( "
Zum Glück habe ich eh 2 Stk. 95 Ah-Varta-Batterien an Bord, und stehe wohl eher selten länger als 1 Tag frei ohne Landstrom.

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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 11:41 #26

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@Saali,
Du trägst nicht zur Verwirrung bei, sondern ergänzt nur um das was ich weggelassen habe. Die Temperatur hat sicher auch einen Einfluss, wie groß dieser ist kann ich allerdings nicht sagen. Die AGM Batterie neigt allerdings, anders als die PB, nicht so sehr zum vergasen, da das Elektrolyt gebunden ist und nicht flüssig. Das Temperaturprobleme sehe ich ehr bei einer PB Batterie. Ich habe allerdings auch eine Anfrage an Varta gestellt, leider habe ich noch keine Antwort erhalten. Ich gehe nämlich davon aus, dass wen es überhaupt einer genau sagen kann, das nur der Hersteller der Batterie es kann und nicht der Hersteller eines Ladegerätes oder Controllers. Varta schreibt auf Ihrer Homepage zur Temperatur nur, dass über 45°C nicht geladen werden darf, was bedeutet das eine Temperaturüberwachung natürlich Sin macht.

Nun nochmal zum Grund des Themas.
Ich möchte ja das der Hersteller das verbaute alte 516 gegen das neue 516 tauscht und zwar kostenlos. Dieses verfügt über 1. die richtige Ladekennlinie, 2. die richtige Ladespannung und 3. auch einen Eingang zur Temperaturkompensation.
Und natürlich würde ich dann einen Temperaturfühler einbauen, die kosten ja nicht die Welt.

Zur Solaranlage:
Die wird bei mir sicher auch irgendwann mal kommen, ist allerdings auch eine Frage des Gelds und ich muss jetzt im 1. Urlaub mal unser Verhalten sehen um sagen zu können ob es sein muss oder nicht.
mfg

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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 11:51 #27

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@Tommel
nein die Meinungen gehen gar nicht so weit auseinander. Saali hat ja nur geschrieben, dass das Ladegerät mit AGM Kennlinie bei zu hohen Temperaturen ohne Temperaturkompensation, eventuell die Batterie überlädt und darum würde er das alte drin lassen.
Allerdings ist das neue ja mit einer Temperaturkompensation, also alles Gut.
Ich habe jetzt mehrere Herstellerseiten von Batterien durchforstet und mehr oder weniger wird immer vorm laden mit einer PB oder GEL Kennlinie gewarnt, es würde zu einer verkürzten Lebensdauer führen.
mfg

ex. Clever Celebration 7.17 Heavy 16", Silber
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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 12:18 #28

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OK; fasse mal zusammen.
Falls es eine kostenlose Möglichkeit gibt, ein 14,3 V Ladegerät durch ein 14,7 V Ladegerät mit Temperaturkompensation zu tauschen, macht dies auf alle Fälle Sinn. Falls der Temperatursensor in der Umrüstung nicht vorgesehen ist, wird man sich da sicherlich einigen können. Nur Not trägt man die paar Euro selber, und alles ist gut.
Da bin ich voll bei euch.

Falls das Netzgerät nicht kostenlos gewechselt wird, bleiben als Alternativen zu einem teueren neuen Ladegerät:
- Vorziehen der Investition in eine Solaranlage mit temperaturkompensierten Regler (Achtung; viele "Profis" verbauen den Sensor nicht !) Das Geld für ein neues Ladegerät könnte man sich sparen.
- Kauf eines kleinen Zusatzladegerät für die "Feinladung" . Kostet ca 75 Euro und hat den Mehrnutzen da auch mal eine PKW; Motorrad anständig nachladen zu können.

Die gezeigten Alternativen haben gegenüber den Kauf eine neuen stationären Ladegerätes einen Zusatznutzen. Falls der Händler / Hersteller kostenlos umstellt, erübrigt sich natürlich über die Alternativen nachzudenken.

Gruß
Christoph
Poessl 2Win R 2015

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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 13:21 #29

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Genau so sehe ich es auch. Brauchte zur Argumentation beim Hersteller aber die anfangs angefragte Info. Jetzt muss ich abwarten was passiert.
mfg

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AGM fähiges CBE 516 04 Aug 2017 13:40 #30

  • avetoyo
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woupi schrieb: ..Ich habe jetzt mehrere Herstellerseiten von Batterien durchforstet und mehr oder weniger wird immer vorm laden mit einer PB oder GEL Kennlinie gewarnt, es würde zu einer verkürzten Lebensdauer führen.

Verlinke doch einfach mal auf wenigstens ein oder zwei dieser 'mehreren Herstellerseiten' speziell mit den Daten zur 'verkürzten Lebensdauer', dann kann sich jeder Leser dazu eine eigene Meinung bilden. Danke.

Gruß Manfred

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