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Es ist unstrittig dass die AT Reifen auf der Straße schlechtere Haftung haben, aber ganz ehrlich, wie viel Kästen haben wegen AT Reifen Unfälle verursacht? Ich sehe jedenfalls zumeist sportliche Fahrzeuge von Premium Herstellern mit superhaftenden Premiumreifen im Acker liegen. Wer sich des Risikos bewußt ist fährt entsprechend defensiver.
Wenn die schlechtere Haftung von AT-Reifen unstrittig ist, muss man - mit gesundem Menschenverstand ausgestattet - über diese solche Reifen gar nicht nachdenken.
In unseren Kastenwagen haben wir ohnehin eine gute Gewichtsverteilung auf die Achsen. Bei meinem sind es 50% auf jeder Achse. Damit sind die Traktionsprobleme im Vergleich mit vielen TI‘s (große Hecküberhänge, mit Beladung wird die Vorderachse entlastet) doch vergleichsweise gering.
Bleibt man trotzdem mal auf einer Wiese oder auf einem Strand hängen, lässt man sich eben freischleppen. Das kostet vielleicht etwas - aber im Zweifelsfall kein Menschenleben oder die eigene Gesundheit, wenn man am Stauende wegen des längeren Bremsweges in das letzte Fahrzeug auffährt.
AT-Reifen haben nur einen Vorteil - sie halten auf Schotterpisten länger, als z.B. Ganzjahresreifen. Ich habe es auf unserer Skandinavientour in 2023 beobachten können, wie die neuwertigen Ganzjahresreifen gelitten haben. Dabei sind wir maximal nur ca. 500 km auf Schotterpisten gefahren. Trotzdem würde ich mir keine kaufen, sondern lieber eher wieder neue Ganzjahresreifen. Momentan stehen ca. 500 km Schotterpisten gegen ca. 40.100 km Straßenbelag.
Festgefahren auf den Stränden in DK haben wir uns nicht und auch noch auf keiner Wiese.
Für mich hat die maximal erreichbare Sicherheit immer die höchste Priorität. Wirtschaftliche Überlegungen kommen erst danach und nur wegen der „geilen“ Optik gebe ich für Reifen kein Geld aus.
Gruß aus‘m Ländle
Uli