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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 04:23 #21

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Der Vergleich mit einer innen gedämmten Ziegelwand ist nicht ganz richtig.
Die Ziegelwand nimmt im Gegensatz zum Karosserieblech Feuchtigkeit auf, speichert diese und kann in gewissem Maß Feuchte nach Außen abgeben.
Am Karosserieblech geht das nicht. Deshalb kondensiert das in der Raumluft enthaltene Wasser am kalten Blech aus und wird zum sichtbaren Problem.

Um das zu vermeiden muss das Auskühlen der Flächen durch diffusionsdichte Wärmedämmung und/oder der Feuchteabtransport durch ständige Luftumwälzung (Hinterlüftung) realisiert werden.

Pro Person und Nacht ist mit einem Feuchteeintrag in die sehr begrenzte Raumluft eines Wohnmobils von ca. 1 l Wasser zu rechnen.

Würde es Sinn machen, in die Tür Steinwolle reinzustopfen?
VG Jürgen
Mineralwolle nimmt zwar keine Feuchtigkeit auf, verliert jedoch ihre Dämmwirkung ohne diffusionsdichte Sperre zur Innenraumluft, weil die Dämmwirkung auf dem Aufbau eines Luftpolsters beruht. Feuchte Luft hat allerdings eine erheblich verminderte Dämmwirkung. Mineralwolle wäre also mit der Zeit nur nutzloser Ballast.

Das sinnvollste wäre wie im Hausbau mittlerweile üblich eine kontrollierte Lüftung, ggf. mit Wärmerückgewinnung. Entsprechend kompakte Geräte gäbe es.
mit freundlichen Grüßen
twz

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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 05:21 #22

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Damit ist aber der Taupunkt immer noch im Wagen! Um den herauszubekommen bedarf es allerdings eine weitaus dickere Dämmschicht als die eingebauten, egal aus welchen Material. Wenn ich die, nach Wärmeschutzverordnung vorgegebenen Schichtdicken betrachte hat man keine Chance im Wagen. Bei Gebäuden liegt die Vorgabe ab 140mm (außen!!!) und das bei Wänden die bereits selbst schon einen gewissen Dämmschutz haben, im Gegensatz zu Karosserieblech. Da hilft auch keine weitere Lüftungsanlage, die wiederum mit ausreichend Energie versorgt werden muss. Auch gehört eine gewisse Luftfeuchtigkeit zu einem gesunden Raumklima. Es ist dann eigentlich fatal, die Innenluft Richtung Null entfeuchten zu wollen und das müsste man erreichen, um die Kondensation der Wasserteilchen in der Luft am Taupunkt zu verhindern.
Als einzige Möglichkeit sehe ich, nachts den Wagen immer in eine gut isolierte Halle zu stellen, um darin zu schlafen. Dort kann dann auch die entsprechende Lüftungsanlage ihren Dienst tun.

Zurück zur Hecktür: Das ist eigentlich ein sinnfreier Nebenschauplatz, völlig unproblematische paar Quadratzentimeter.
Vorne das Führerhaus mit den großen Fensterflächen, das ist viel größere Problem. Solange dort bezgl. Taupunkt nichts passiert, kann man den unteren Teil der Hecktüren eigentlich so lassen.
Dort sehe ich morgens nach dem Aufstehen auch nie Kondenswasser runterlaufen. Die erwähnten Liter pro Nase befinden sich immer auf der Frontscheibe und den Seitenscheiben.
Dort wäre mal die Konstruktion einer Absauganlage sinnvoll.:woohoo:
Mahlzeit!
Bernd
Die Karre ist ein Clever Celebration, seit Anfang 2020 auf die Menschheit los gelassen.
Aufstelldach, VB-Vollluftfederung, Busbiker, 1x Sonnenstrahlenfänger, Thule Markise, Kuschelsitze, SOG, Gastank, Glasfenster.
Mal schauen was ihm sonst noch so über den Weg läuft...
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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 07:07 #23

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Bei Isolierung der Hecktüren geht es vorrangig nicht darum den Taupunkt irgendwo hin zu schieben sondern um den persönlichen Wohlfühlfaktor.
Der Taupunkt ist für die Wahl des Dämmmaterials ausschlaggebend.
mit freundlichen Grüßen
twz

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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 08:11 #24

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Dort wäre mal die Konstruktion einer Absauganlage sinnvoll.:woohoo:[/quote]

Wollen wir uns mal für ein brainstorming treffen ? 😂😂😂😂😂😂
Summit 600+ mit allerlei Zeugs drinnen und draußen. 🤗

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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 08:34 #25

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Bei unserem 640 war in die Hecktür ein Stück Isolierung von der Größe eines A4 Blattes lose hineingelegt worden. Dann kann der Hersteller zumindest behaupten, Isolierung verbaut zu haben 🙄 Dass es anders geht, hat Rüdiger (Sperling) hier gut beschrieben. Ist aber eine Arbeit, die man gern anderen überließe. Dachten sich die Pössljungs wohl auch. Seit wir Armaflex in den Hecktüren vollflächig drin haben, hat sich die Kondenswasserbildung deutlich reduziert. Weg ist sie nicht, vor allem am unteren Türende. Erklärt sich auch recht einfach, da die Holme selbst immer noch tolle Wärmebrücken bleiben.
Viele Grüße
Lars

Summit 640 Ducato 5/2018

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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 08:36 #26

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Ich möchte hier auch mal meine 5 Cent zur Dämmung (Isolierung gibt es bei Kabeln) eines Körpers aus Metall beitragen:

Die einzelnen Teile einer Karosserie sind ja wie ein Hohlkörper, quasi wie ein Rohr aus sehr gut temperaturleitfähigem Metall aufgebaut.
Würde es denn irgendwas an der Temperatur dieses Hohlkörpers/dieses Rohres ändern, wenn man innen direkt auf diesen Metallkörper/dieses Rohr ein Stück Temperatur-Dämmmaterial klebt ???

Professionelle Autobauer haben das erkannt und kleben innen z.B. auf das innere Aussenblech einer Fahrzeugtüre maximal kleine Schalldämmplatten für das Sounddesign.
Eine Temperaturdämmung erfolgt ausschliesslich durch die Türverkleidung, weil das die einzige Dämmung zwischen dem Metallkörper der Fahrzeugtüre und dem Fahrzeuginnenraum darstellt.

Für Wohnmobil-Hecktüren würde das bedeuten, dass die einzig wirksame Temperaturdämmung für den Innenraum, das Anbringen z.B. von Armaflex direkt auf die Innenseite der Türverkleidungen bedeuten würde.

Physik kann man eben nicht überlisten und so Wohnmobilbauer können eben doch nur wirklich mit Holz; ... und das auch nur teilweise ...
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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 08:44 #27

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für ein Rohr stimmt die Betrachtung.
Aber ist deine Hecktüre ein Rohr? Und dann mit welcher wirksamen Materialstärke?

Eigentlich ist es die Kältestrahlung der Fläche, welche stört. Und da hilft Armaflex in den Türen durchaus.
mit freundlichen Grüßen
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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 08:49 #28

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Ich kann nach meiner Dämmaktion sagen, daß der Wohlfühlfaktor gestiegen ist. Gerade an den Hecktüren hat man nachts gemerkt, wie ohne Dämmung die Kälte dort rein kam. Das ist jetzt erheblich besser geworden, gleichwohl sich am Randbereich der Türen noch Kondenswasser bildet.
Das wird sich aber nie ganz vermeiden lassen.
Ob sich der Aufwand heiztechnisch lohnt, kann ich nicht sagen - aber darauf kam es mir auch nicht an.
Gruß Rüdiger
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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 09:26 #29

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ist deine Hecktüre ein Rohr?
Sicher !
Betrachte eine horizontal aufgeschnittene Hecktüre von oben: Ein platt gedrücktes Rohr, das zusätzlich im Bereich der Türverkleidungen offen ist.

Eigentlich ist es die Kältestrahlung der Fläche, welche stört.
Richtig!
Deshalb möglichst viel dämmende Luft zwischen der temperaturstrahlenden Fläche und dem Dämmmaterial lassen.

Die Dämmwirkung von Armaflex erhöht sich um ein Vielfaches, wenn dieses nicht auf das Karosserieblech sondern innen auf die Türverkleidung geklebt wird.
Auch bildet sich dadurch weniger Kondenswasser in der Türe.
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Isolierung in der Hecktüre 06 Nov 2021 13:26 #30

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Ist vermutlich bei allen Pössl's so das die Türen nicht isoliert sind, sehe ich das richtig?
Kann ich so nicht bestätigen. Als ich vor einigen Wochen einen Fiamma Fahrradträger mit Rahmen montiert habe, musste die Innenverkleidung abgenommen werden. Dabei konnte ich feststellen, dass die obere Türhälfte, also im Bereich der Liegefläche vollflächig mit einem mindest 2 cm dicken, schwarzen Isoliermaterial gefüllt ist. Die unteren Türhälften sind leer. Das stört mich nicht, ist schließlich Gewichtseinsparung und ich konnte bisher beim Wintercamping keine Nachteile feststellen.
Gruß
Meinrad
Summit 640 Prime auf Fiat 160
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