So wollte jetzt mal das Ergebnis der Reperatur posten. Vielleicht sind ein paar Tipps für andere dabei.
Ich hoffe man kann es auf den Bilder erkennen. Bin eigentlich ganz zufrieden. Sieht aus als wäre es ab Werk so, allerdings merkt man beim laufen das der Boden nicht 100% eben ist. Finde ich aber nicht so schlimm. Vorteil ist jetzt da ich den Bodenbelag nur eingelegt habe und er sich keinen mm verschiebt, ich kann alles hochnehmen und nachsehen ob wieder Feuchtigkeit dort ist. Denn auch die Platte und das Styrodor sind nur passgenau eingelegt.
Nachdem ich alles an Gammel und die Reste von Styrodur entfernt hatte, habe ich mit Hammerit alles gestrichen. Dann neues Styrodur angepasst und zurechtgeschnitten. Unten um die Höhe anzugleichen habe ich mit einer Oberfräse die Nuten eingefräst damit nachher alles so eben wie möglich ist. Nächster Schritt war das erstellen einer neuen Deckplatte. Die habe ich zurechtgesägt und lange an den Kanten gefeilt und angepasst bis alles so gut wie möglich passt in den Ausschnitt. Durch weiteres anpassen der Nuten im Styrodur durch eine Oberfräse habe ich die Höhe der Deckplatte an den Rest der originalen Beschichtung angepasst um eben zu werden.
Als nächstes Stand ich vor dem Problem was kommt rein an Belag. Ich habe mich für Vinyl entschieden von Hammer. Hab mir mein Wunschmuster ausgesucht und bestellt da nicht vorrätig. Gesamtpreis 100 Euro, allerdings könnte ich sogar nocheinmal einen Belag daraus machen weil nur 2 Meter Breite verkauft werden können, leider nichts anderes zu machen. Dann habe ich angefangen mir mit Pappe eine Schablone vom Boden zu machen im Kasten. Dazu habe ich zuerst große Pappen ausgelegt und dann die ganzen Kanten und Ecken und Rundungen mit kleineren Stücken ausgearbeitet (teils mit Nagelschere

) und auf die großen Pappen angeklebt mit möglichst viel Klebeband. Das klappte ganz gut allerdings hatte ich bedenken das sich doch etwas verschiebt beim wegnehmen der Schablone. Eventuell kann man auch Papierkleber verwenden muss dann aber mehr Zeit einplanen. Als Pappe hatte ich Reste und Umzugskartons zurechtgeschnitten. Zur Sicherheit damit ich die Schablone nicht zu sehr biegen musste damit ich sie herausnehmen kann, habe ich die unterste Schublade der Küche ausgebaut.
Nächster Schritt war das Vinyl im Wohnzimmer auszulegen und die Schablone darauf zu legen. Dann habe ich mit einem Bleistift die Konturen der Schablone auf das Vinyl übertragen. Das ging ganz gut und war auch gut zu sehen und zur Not hätte ich Bleistift wieder wegwischen können als mit einem Edding. Hab mich auf die Schablone gesetzt, so konnte sie auch nicht verrutschen und sie auch mit ein paar Klebestreifen fixiert. Ausgeschnitten hatte ich mit einem sehr scharfen Cuttermesser obwohl das Vinyl zwar hochwertig ist aber noch nicht zu dick. Damit ich nicht in den Fußboden vom Wohnzimmer schneide, habe ich immer ein dünnes Sperrholzbrett untergelegt und nach Bedarf verschoben.
Dann kam der große Moment. Passt alles oder hat sich die Schablone beim anzeichnen doch verschoben, habe ich beim schneiden einen Fehler gemacht, war die Schablone doch nicht passgenau. War schon sehr spannend als ich sie dann in den Kasten eingelegt hatte.
Wundersamerweise passte es fast vollkommen perfekt. Nur an ein paar ganz kleinen Ecken musste ich teilweise im Bereich unter einem Millimeter etwas Material wegschneiden (Bei Bild 18 sieht es so aus als wenn hinten unter dem Bett der Belag nicht passt. Das stimmt aber nicht, er musste sich erst legen, da er lange Zeit aufgerollt war bei Hammer und sich erst legen musste um dauerhaft gerade zu sein. Mit einem Fön hätte man nachhelfen können, aber nach 2 Tagen lag er von selber eben). Auch die Rundung am Eingang, bzw. es ist ja keine Rundung sondern drei gerade Stücke die gewinkelt sind, mit der Miniecke passte fast super. Ich war erstaunt und begeistert. Alles passte und die Optik ist auch super so wie gewünscht. Auch nichts verrutscht oder verzieht sich, deshalb klebe ich nichts fest denn so ist es perfekt aber ich kann trotzdem noch unten rankommen. Außerdem habe ich dann auch eine Schablone wenn ich später mal einen anderen Belag mal reinmachen will, denn ich kann ihn ja rausnehmen und als Schablone benutzen.
Mittlerweile waren wir schon dreimal mit unserem Kasten auf Tour und einige Tage unterwegs und nichts hat sich am Boden verändert. TippTopp.
Es war viel Arbeit und viel Stress ob man ein gutes Ergebnis erzielen kann, aber es hat am Ende alles gepasst.
Also wer auch mal einen neuen Belag in seinen Kasten machen möchte, dem kann ich nur empfehlen sich so wie ich eine Schablone zu machen. Durch das anstückeln bekommt man jede noch so komische Ecke hin. Aber nehmt etwas festere Pappe wie Umzugskartons die nicht die Welt kosten und kein Papier. Mit Papier oder dünneren Pappen denke ich wird es nicht funktionieren und sich die Schablone beim herausnehmen verändern. Auch das entfernen der untersten Schublade war wichtig um ein sauberes Ergenbnis zu bekommen.
Ich hoffe jetzt nur das nichts mehr an Feuchtigkeit auftritt. Jedenfalls können wir nun immer mal wieder nachsehen.
LG
Chris