...
Zum Thema: Auch einen Unterflur Urintank würde ich dort entsorgen, wenn ich einen hätte, wo die breite Masse es tut. In ein Urinal(WC) oder auf einem Stellplatz, alternativ Campingplatz in dem Servicebereich. Selbst die hardcore Freisteher müssen irgendwann mal irgendwohin um ihre „Autarkie“ aufzutanken.
Wie entleert man einen Unterflurtank in ein Urinal(WC)? Das Stelle ich mir spannend vor. 
...
Falls jemand technische Umsetzungen mit Unterflurtank kennt, die dabei trotzdem noch eine handhabbare Entleerung in ein Urinal oder eine Station für chemische Toiletten ermöglicht, ist hier der richtige Ort, darauf hinzuweisen.
Z.B. Eimer drunter und dort entleeren?
Ich versuche, mir ein besseres Bild zu machen, ob ein Unterflurtank i.R.d. TTT für mich/ uns Sinn macht, und falls nicht, ob wir dann mit einem Standard-Gefäß für den Urin auskommen würden. Es gibt Familien, denen das zu klein ist. Mir fehlt dazu die Erfahrung.
Ob ein Unterflurtank für Dich Sinn macht, kann ich nicht beurteilen. Ich kann hier nur meine Sicht auf die Dinge kundtun.
In einem Kastenwagen zählt jeder Platz - auch Unterflur sieht es bei den meisten Kastenwagen nicht allzu pralle aus. Wenn dann noch ein Reserverad unter dem Boden hängt, ist eigentlich gar kein Platz mehr vorhanden. Damit ist schon einmal eine Umsetzbarkeit sehr eingeschränkt möglich. Insofern wird es so sein, dass wohl noch niemand in einem Kastenwagenausbau so etwas umgesetzt hat.
Wie viel Volumen willst Du haben 10, 20, 30 ... Liter ? Es ist ein zusätzliche Bohrung im Bodenaufbau erforderlich zur Durchführung des Urinschlauches.
Wie willst Du den Tank entleeren. Nur die Schwerkraft und den Höhenunterschied nutzend, dürfte das nur dort funktionieren, wo es Bodeneinlässe für Schwarzwassertanks gibt.
In den Linern und Yachten wird Urin und Feststoffe (meist gehackt) gemeinsam in großen Tanks gesammelt. Die Entsorgung erfolgt über einen Schlauch und die Förderung durch Schwerkraft und/oder Unterstützung durch eine Fäkalienpumpe. Das ist also etwas vollkommen anderes, als in einem Kastenwagen.
Wenn es denn nun schon eine Trocken-Trenn-Toilette sein soll, und man etwas mehr Zeit zwischen den Entleerungen des Urinbehälters haben möchte bietet sich der Zweitkanister an. Das ist günstig, leicht umzusetzen und erfordert keine Umbauten.
Das sind alles Informationen, die zu Deinen Fragestellungen bereits in verschiedenen Beiträgen dieses Threads gegeben wurden. Vielleicht sind die Antworten in den vielen Beiträgen zu Nebenthemen untergegangen.
Bedenke auch, dass Du im Winter für eine Beheizung und Dämmung des Unterflurtankes sorgen musst, um keine gelben Eiswürfel zu produzieren, der den Behälter sprengt, falls er voll sein sollte.
--- nun wieder OT ---
Die Diskussion über die Zulässigkeit der Entsorgung der Feststoffe aus Trocken-Trenn-Toiletten in den Restmülltonnen finde ich hingegen viel spannender.
Die Hersteller der TTT vermitteln den Eindruck, dass das alles ganz easy ist - ist es aber nicht - zumindest nicht in Deutschland.
Die Kompostierbarkeit des Feststoffinhaltes schließt die Entsorgung über den Restmüll aus. Hier werden die Verbraucher falsch oder nicht vollständig informiert und in eine Grauzone geschickt - das finde ich schon bedenklich.
Die Einfachheit der Handhabung und die Intervalle zwischen den Leerungen sind die Verkaufsargumente der TTT-Hersteller schlechthin. Die einschlägig bekannten YouTuber pushen das dann noch mit Einbauvideos und/oder Erfahrungsberichten.
Die Dinger werden zudem noch völlig überteuert angeboten (Materialwert: keine 50 EUR). - Es ist ein Markt mit Riesengewinnmargen entstanden.
Wie schon geschrieben, hatten wir den Umbau auf TTT fest vorgehabt - doch das nicht zu Ende gedachte Entsorgungskonzept ließ Zweifel aufkommen, so dass wir den altbewährten SOG (der ist zwar auch überteuert, da die Entwicklungskosten schon lange wieder eingewirtschaftet worden sind) eingebaut hatten. Mit dieser Lösung kommen wir sehr gut zurecht und der komplette Verzicht auf die WC-Chemie lässt kein schlechtes Gewissen aufkommen.
Zu zweit kommen wir 4 Tage hin, bis der Cassenttentank geleert werden sollte. Das reicht uns gut - wir leeren sogar häufiger.
Zu den Entleerungsmöglichkeiten haben wir nach 84 Übernachtungen die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht.
- Entleermöglichkeiten in Toilettenschüsseln ähnlichen Einrichtungen mit Wasserspülung lehnen wir inzwischen ab. Das ist einfach ekelhaft und häufig auch unsauber von Vorgängern hinterlassen. Solche Möglichkeiten findet man häufig auf Campingplätzen.
- Entleermöglichkeiten in geschlossenen Räumen lehnen wir auch ab - da reicht die Raumbelüftung nicht aus, was auch ekelig ist. Auch diese Anlagenarten findet man häufig auf Campingplätzen.
- Sehr gute Erfahrungen in der Handhabung haben wir mit Anlagen im Freien gemacht. Meist handelt es sich um Edelstahlsäulen, die auch eine Spülmöglichkeit für die Cassette bieten. Diese Anlagenarten finden sich an vielen der neueren Wohnmobilstellplätze, an Tankstellen (in Skandinavien) und auch an skandinavischen Rastplätzen entlang der Europastraßen. Da ist nichts ekelhaftes dabei, so dass auch ich (bin da etwas empfindlich) super damit zurecht komme.
Bei park4night sind die Anlagen häufig auch abgebildet und/oder beschrieben, so dass man schon vor Anfahren einer Entsorgungsmöglichkeit weiß, was man vorfinden wird.
Für uns ist der selbst vorgenommene Einbau des SOG die optimale Lösung. Die Infrastruktur zur Entsorgung ist in den von uns bereisten Ländern vorhanden (die anderen Länder in eher südlichen Gefilden interessieren uns nicht besonders).
Bei einer 4-köpfigen Familie in einem VAN sieht das sicher anders aus. Da reicht der Behälter vielleicht nur 2 Tage aus - aber auch da ist ein Ersatzbehälter möglich, wenngleich er etwas mehr Platz wegnimmt. Eine Leerung alle 2 Tage ist auch nicht schlimm - wir haben das häufiger gemacht, wenn eine Tankstelle, an der wir ohnehin getankt hatten, eine Entsorgungsstation hatte (übrigens in Skandinavien kostenlos). Manchmal hatten wir auch Diesel getankt, weil wir die Entsorgungsstation kostenlos nutzen konnten.
Gruß aus'm Ländle
Uli