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Ich bin dem Wunsch aus einem anderen Thema nachgekommen und habe für den LooBuddy ein eigenes Thema erstellt.
1. Was ist der LooBuddy?
Der LooBuddy ist laut Homepage eine autarke Müllbeuteltoilette, die mehr Freiheit auf Reisen bringen soll, Entsorgungsstationen vergessen lassen soll, keinen Umbau erforderlich macht, den gewohnten Komfort beibehält und unabhängig von Verbrauchsmaterialien sein soll.
2. Unser Reiseverhalten
Unser Reiseverhalten würde ich zu 80 Prozent wie folgt beschreiben: Wir wissen nie, wo wir am nächsten Tag sein werden und ob dort, wo wir sein werden, überhaupt eine Entsorgungsstation ist. Ich weiß aber, dass ich nach allerspätestens drei Übernachtungen eine Entsorgungsstation für unsere Thetford C220 Toilettenkassette aufsuchen muss, da diese dann ziemlich gefüllt ist. Es ist dabei schon wiederholt vorgekommen, dass wir einen schönen Stellplatz vorzeitig verlassen mussten, um uns auf die Suche nach einer Entsorgungsstation zu machen.
In den restlichen circa 20 Prozent sind wir stationär auf einem Stellplatz oder Campingplatz, wo wir jederzeit unsere Kassette entleeren können. Die Entleerung unserer eigenen Fäkalien bereitet mir überhaupt keine Probleme, umso mehr der Zustand mancher Entsorgungsstationen. Für diese Fälle habe ich mir die blauen Kunststoff-Überziehschuhe, wie sie in Krankenhäusern üblich sind, zugelegt und ziehe die auch gelegentlich an. Denn es ist nichts ekelhafter, als mit versauten Schuhen in unser sauberes Wohnmobil einzusteigen.
3. Suche nach einer Alternative
Seit mehr als zwei Jahren sind wir auf der Suche nach einer Alternative für unsere Thetford C220 beziehungsweise einer Ausweichmöglichkeit für die beschriebenen Fälle. Um nicht mehr in die Bedrängnis zu geraten, einen Stellplatz frühzeitig verlassen zu müssen, habe ich zunächst einmal eine Ersatzkassette beschafft und führe die für alle Fälle immer mit.Im letzten Jahr haben wir uns bei der CMT die Clesana ausführlich und mehrfach vorführen lassen.
Und zwischenzeitlich habe ich auch verschiedene Foren verfolgt und festgestellt, dass die meisten Leute mit der Clesana zufrieden sind, aber auch von Problemen beim Einschweißen und mit den Linern berichten.
Fakt ist rotzdem: Alle scheinen zufrieden zu sein.
Außerdem schien mir das Setup bzw. die Montage mit dem Eingriff ins Stromnetz und dem Abtrennen aus dem Wassernetz einfach zu umständlich, weshalb ich einfach zugewartet habe.In den verschiedenen Foren und YouTube-Videos habe ich mich dann über die unterschiedlichen Arten der Trockentrenntoilette informiert.
Und letztlich war dann die BioTioo unser Favorit – und zwar die mit dem neuen elektrischen Motor für die Walze.
4. Entscheidungsprozess auf der CMT 2025
Wir haben uns auf der diesjährigen CMT alle Modelle noch einmal genau angeschaut und festgestellt, dass bei den meisten – ja sogar bei fast allen – erhebliche Umbaumaßnahmen erforderlich sind. So muss zum Beispiel in allen Fällen unsere komplette Toilette C220 ausgebaut werden, das Stromnetz muss modifiziert werden und auch das Wassernetz muss angepasst werden.
Der eine mag das gerne alleine machen, der andere in einer Werkstatt machen lassen, doch mir erschienen die Kosten, dafür eine nigelnagelneue Toilette aus dem Wohnmobil herauszureißen und durch eine andere zu ersetzen, einfach nicht vernünftig.
Trotz aller Versicherungen, dass eine Trockentrenntoilette nicht stinken würde, waren meine Frau und ich doch skeptisch, weil auch einige behaupteten, sie ließen die Kokosfasern teilweise mehrere Wochen in den Behältern liegen. Außerdem waren meine Bedenken, dass ich noch einen weiteren Behälter in die Toilette stellen muss, um Feuchttücher oder Hygieneartikel darin zu entsorgen, auch nicht von der Hand zu weisen.
Und zudem hat man bei allen Trockentrenntoiletten ebenfalls eine tägliche oder zweitägliche Entsorgungspflicht für den Urinbehälter, der meistens auch nur 8-9 Liter fasst. Bei der Clesana zum Beispiel können zwar auch Feuchttücher und Hygieneartikel eingeschweißt werden, aber auch hier, denke ich, müsste man täglich die zugeschweißten Beutel irgendwo entsorgen.
Ein weiteres Problem, das ich bei der Installation der rechteckigen Trenntoiletten festgestellt habe, betrifft den Einbau bzw. die Befestigung: Es gibt derzeit noch keine wirklich vernünftige Halterung für diese Trockentrenntoiletten. Bei einem Hersteller – ich weiß leider nicht mehr genau bei welchem – soll zwar eine Drehschablone bzw. eine entsprechende Halterung in der Produktion sein. Allerdings hat mich das auf der Messe vorgeführte System nicht überzeugen können.
Beim LooBuddy kann unsere derzeitige Toilette so bleiben, wie sie ist. Es wird lediglich der LooBuddy anstatt der C220-Kassette in die Einschubbox geschoben.
5. Warum es jetzt der LooBuddy geworden ist
Der LooBuddy hat ein Fassungsvermögen von circa acht Litern. Der dürfte bei uns nach etwas mehr als einem Tag erreicht sein. Ich habe sowieso unsere C220 täglich geleert, wenn irgendwo eine Entsorgungsstation in der Nähe war, denn wie gesagt: Ich weiss nie, wann wir wieder eine Entsorgungsstation finden würden.Im direkten Vergleich würde ich den LooBuddy ähnlich wie die Clesana beschreiben – halt nur ohne Einschweißen. Die verwendeten Beutel sind super stabil und es besteht aus meiner Sicht keine Veranlassung zur Sorge, dass so ein Beutel reißen würde.
Sowohl bei der Clesana als auch beim LooBuddy wird ein Superabsorber verwendet, nach meiner Einschätzung sogar in der identisch gleichen täglichen Menge.
Nach mehreren ausführlichen Vorführungen durch die beiden Firmeninhaber war ich mir ziemlich sicher, dass auch keine Gerüche aus dem LooBuddy austreten werden, zumal diese vom Absorber gewissermaßen „unschädlich“ gemacht werden. Die Bedienung des LooBuddy – insbesondere die Installation der Tüte und auch das Entnehmen der Tüte – ist für mich intuitiv und stellt keine besonderen Probleme dar. Ein Auslaufen von Flüssigkeiten oder Austreten von Gerüchen befürchte ich durch das Verwenden des Absorbers nicht. Sollte einmal doch zu wenig Absorber in der Tüte sein, was man durch die geöffnete Klappe gut feststellen kann, kann man jederzeit noch etwas Absorberpulver nachschütten.
Die Sorge, dass der Beutel mit dem absorbierten Urin bzw. Kot auf Campingplätzen nicht entsorgt werden dürfe, wie manche befürchten bzw. behaupten, teile ich nicht. In den letzten 230 bis 240 Übernachtungen haben wir keinen einzigen Platz gefunden, der dies verboten hätte.
Lediglich am Stellplatz in Klüsserath befand sich im Frühjahr 2025 an der Müllentsorgungsstation ein Schild, wonach das Einwerfen von Clesana-Beuteln verboten sei. Der Besitzer hat dies aber wenige Wochen später in einem Interview mit MeilenMike revidiert und gesagt, dass selbstverständlich auch Clesana-Beutel, die Absorberpulver enthalten, entsorgt werden dürfen.
Alle Quellen und Rechtsrecherchen, die ich dazu durchgeführt habe, besagen, dass das aufgequollene Absorberpulver ausschließlich im Restmüll zu entsorgen ist. Ich habe auch im Internet keinen einzigen Hinweis darüber gefunden, dass es irgendwo verboten ist.
6. Wie verwenden wir den LooBuddy jetzt?
Laut Vorführung auf der Messe soll der LooBuddy als Reserve dienen, wenn zum Beispiel mal die Toilette nicht entsorgt werden kann. Dies hätte zur Folge, dass man dann die volle (in unserem Fall die C220) irgendwie in der Heckgarage verstauen müsste und dann den LooBuddy benutzen müsste. Da muss ich ehrlich sagen: Diese Lösung gefällt mir nicht.Da ich sowieso überwiegend täglich bis alle zwei Tage entsorge, habe ich mich jetzt dafür entschieden, den LooBuddy dauerhaft zu installieren und die leere und saubere C220-Kassette in der Heckgarage mitzuführen – gewissermaßen für den Fall der Fälle. Das ist unserem Reiseverhalten angemessen.
Wie man auf dem Bild sieht, ist im Fach vor dem Loobuddy noch Platz. Ich hoffe, dass ich da den georderten 5kg Eimer Absorber reinstellen kann. Sollten wir im Vorab wissen, dass wir mehrere Tage auf einem Camping- oder Stellplatz stehen werden, dann überlege ich mir, doch die C220-Kassette wieder einzubauen für diese Zeit. Dazu muss halt dann auch die Entsorgungsstation entsprechend sauber sein, weil sonst macht das auch an dieser Stelle keinen Sinn.
7. Die Praxis
In der Praxis haben wir den LooBuddy noch nicht testen können. Wir sind gerade erst gestern wieder heim gekommen. Er ist jetzt aber fest eingebaut und wir werden in der nächsten Woche oder in 14 Tagen wieder auf Tour gehen. Dann werden wir den LooBuddy ausgiebig testen. Ich kann hier anschließend wieder davon berichten, wie es uns damit ergangen ist.
8. Der Preis
Messepreis 539 Euro
Alle anderen Systeme waren wesentlich teurer und mit meistens viel Umbauarbeit verbunden.
Diese Lösung ist auf Grund meiner ausgiebigen Recherche, unseren Reisegewohnheiten und den oft unpraktikablen Lösungen anderer Hersteller entstanden. Andere haben andere Reisegewohnheiten, Empfinden und Geschmäcker. Darüber möchte ich nicht diskutieren und mich auch nicht belehren lassen. Jeder kann hier gerne seine ausgiebige und nachvollziehbare Begründung für seine idividuelle Lösung reinschreiben oder gleich einen eigenen Thread aufmachen.
"Revel" Clever Runner 636 auf FIAT Ducato 8, Mod. 24, Automatik, 140 PS, 4,25 to - ab 01.10.25 // Sunlight Cliff 640 bis Juli 25 - kapitaler Wasserschaden // Aprilia Tuareg 660 // Honda Transalp
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