Hui, ganz schön viel Wind um eine Toilette. F&E schön und gut, aber der Preis von dem Plastikkasten bleibt doch sehr knackig. Für Toilettenphobiker ist es ggf. eine Alternative, aber nach relevant weniger Arbeit sieht es mir nicht aus. Ansonsten sehe ich auch eher den Einsatz als kompaktes Backupsystem.
Für den Dauereinsatz wäre auch mir die Müllproduktion ein Dorn im Auge. Argumente à la "auch Klärschlamm landet auf der Deponie" zieht nicht, da durch die biologische Klärung deutlich weniger zu entsorgender Klärschlamm anfällt. Dass man damit nicht die Welt rettet, ist klar. Wenn man aber jede Umweltschutzmaßnahme daran bemessen würde, ob sich damit die Welt retten lässt, können wir alle Hoffnungen fahren lassen. Dann können wir es wie die Amerikaner halten: Kaum Mülltrennung, allen Müll verbrennen und ins nächstbeste Loch kippen oder in Dritte-Welt-Länder verschachern. Außerdem geht es auch um eine persönliche Grundhaltung und darum, was ich meinem Umfeld vorlebe. Im Grunde ist unsere Funktion als Multiplikator des Umweltschutzes sogar unsere einzige Chance, global etwas zu bewirken. Bei solchen Systemen, wie hier vorgestellt, sehe ich auch immer das Problem, dass ein eigentlich nicht ganz unproblematisches Verhalten normalisiert wird. Irgendwann hinterfragt man das nicht mehr ("Machen wir doch schon immer so"). In einigen Bereichen in puncto Umweltschutz haben wir uns verbessert, in anderen Bereichen aber sind eindeutig umweltschädliche Verhaltensweisen mittlerweile normal geworden, über die wir uns früher noch empört haben. Ich möchte da jetzt gar nichts konkret nennen, da das nur Ärger gibt, weil ein jeder derartige Verhaltensweisen angenommen hat - auch ich
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Dennoch kann man sein Handeln gelegentlich mal hinterfragen und - auch wenn man es partout nicht ändern möchte - ohne Wenn und Aber als problematisch anerkennen.
Schade, dass Manfred sich mit diesem Beitrag verabschiedet. Ich fand seine Einschätzung des Systems interessant, fand es aber grundsätzlich auch nicht verkehrt, dass Drehzahl auf seinen YouTube-Kanal verwiesen hat. Manfred hat ja bereits in einem anderen Thread auf dieses System aufmerksam gemacht und nicht erst mit der Bitte von Pössltaucher, hierzu einen gesonderten Thread zu eröffnen. Man muss ja nicht direkt unlautere Interessen oder die große Schleichwerbung darin erkennen, aber es ist ja wohl nicht von der Hand zu weisen, dass soziale Medien von Influencern durchtränkt sind. Zumindest der Hinweis muss erlaubt sein, Unterstellungen natürlich nicht. Wenn man das transparent hält, finde ich es auch ok. Dann weiß jeder, wo er dran ist und kann die Aussagekraft eines Beitrags für sich bewerten. Letztlich kann selbst reine Werbung informativ sein. Lokalrunde Baldrian bitte!