Hallo Zusammen,
leider bin ich ebenfalls von der Thematik betroffen. Und möchte gerne meine bisherige Reise zur Diskussion stellen:
Fehlerbild: vor einer Woche geht nach dem Tanken die Motorkontrollleuchte an, wie von bereits berichteten Fällen bekannt: "Motorfehler: Fahrzeug Reparieren lassen". Der Wagen sprang aber noch an.
Die Diagnose der Werkstatt war recht schnell im Haus: "Oh Wunder!" Die Starterbatterie ist hinüber, da tiefenentladen. Ein Austausch der Batterie muss gemacht werden, Kostenpunkt 800€.
Da ich am Telefon darauf bestanden habe, dass die leere Starterbatterie ja nur Symptom und nicht Ursache sein kann, wurde mir dann Auskunft aus der Werkstatt gegeben, dass der Aufbau daran schuld sei.
Die "Jungs bei Dettleffs" hätten den Aufbau wohl falsch verkabelt und man hätte die falsche Verkabelung jetzt korrigiert. Am Telefon habe ich dies dann erstmal so hingenommen und um eine Dokumentation der Korrekturmaßnahmen gebeten.
Vor Ort habe ich dann das beigefügte Fehlerprotokoll und Montagedokumentation ausgehändigt bekommen.
Wie auf Seite 3 des Protokolls bei den Start-Stopp-Zyklen zu sehen ist, fällt die Spannung beim Startvorgang jeweils auf <10,5 V, was die Fehlermeldung wohl ausgelöst hat. Soweit so Nachvollziehbar.
Die tiefergehende Begründung war nun, das der Spannungswächter (s. Montagedoku) an der Batterie von den Leitungen des Aufbaus überbrückt wurde, indem die Zuleitung zum Aufbau an der falschen Seite des Spannungswächters angeschlossen sei. (s. Vorher nachher Bilder aus Montagedoku)
Da die Bilder nicht die identische Perspektive haben und die Kontraste auf dem Scan eher bescheiden sind habe ich die entsprechenden Komponenten eingefärbt. Spannungswächter --> Grün; Zuleitungen Aufbau --> Rot, Anschlussseiten --> blau.
Der Spannungswächter hat die Teilenummer 9827759980 und befindet sich auf der anderen Stirnseite der Batterie als das Hauptsteuerungsmodul, das wir hier im Thread als häufigen Verursacher kennenlernen durften.
Mein Gegenargument vor Ort, dass der Aufbau ohne laufenden Motor (und damit positivem D+-Signal im Ruhezustand) gar kein Strom ziehen KANN, wurde abgetan. Werksseitig sei die vorgefundene Verkabelung so nicht dokumentiert: Das wisse man, mehr nicht. Für den Aufbau übernehme man aber keine Haftung.
Damit musste ich mich fürs erste geschlagen geben. Zuhause habe ich die Unterlagen dann nochmals genauer angesehen:
Mich macht stutzig, dass im Fehlerbericht (S. 2) ja ein Kriechstrom mit 0,265 A detektiert worden ist. Das könnte ja nicht gemessen worden sein, wenn der Sensor überbrückt worden wäre. Was meint dazu?
Da ich im Internet zum Batteriewächter leider keine Doku finden konnte, komme ich da aber erstmal nicht weiter und hoffe auf eure Erfahrung: Kann diese Begründung überhaupt stimmen?
Außerdem, Wie sieht die Verkabelung bei euch aus, wenn keine Kriechströme anfallen?
Zusammenfassend also zwei Fragen:
Wie sieht die Verkabelung am Batteriewächter bei euch aus?
Haltet Ihr meine Argumentation mit dem detektierten Kriechstrom für Stichhaltig? Ich würde es bevorzugen erst einmal noch auf die Batteriesteuerung als Fehlerquelle zu pochen, als ggf. bei Dettleffs zu reklamieren.
Mich hätte außerdem mal interessiert, wie es bei den Vorschreibern mit Ihrer Reklamierung bei Citroen ablief? Ich würde das Batteriesteuergerät ungern auch noch auf eigene Kosten/Verdacht reparieren lassen.
Zur Vollständigkeit:
Mir wurde vor Ort auch nochmal ein Diagnosebericht nach der Reperatur vorgelegt. Der ist nicht so spannend, da die neue Batterie ja natürlich (derzeit noch) in Ordnung ist.
Interessant ist lediglich, dass der ermittelte mindest Schlafstrom dann wieder bei 0,01 A (im grünen Bereich) lag. Das könnte aber ja auch lediglich daran liegen, dass in diesem Einzelfall (Überprüfung direkt nach Löschung des Fehlerspeichers und Batterietausch) der Eco-Modus ordnungsgemäß gegriffen hat.
Ich werde in den kommenden Tagen den Ruhemodus überwachen und liefere nochmals Infos.
Danke schon mal für eure Gedanken vorab!
Viele Grüße