Moin Stefan, 20% Nachlass.. KFZ Versicherungen sind aktuell ein reines Zuschussgeschäft für die Versicherungsunternehmen . Da sind solche Nachlassfantasien sicherlich utopisch. Zudem gehen die Schadenaufwände durch die Decke, weshalb die Erhöhungen der letzten zwei Jahre erklärlich sind, aber sogar immer noch nicht reichen, um die aktuelle Schaden/Prämien-Quote unter 1,1 zu bringen. Eine große Fiatwerkstatt in Hamburg erzählte mir ganz stolz , dass sie mittlerweile bei 150€ Stundenlohn angekommen seien und noch kein Ende in Sicht ist. Von der Ersatzteilpreisen (Stichwort Designschutz) ganz zu schweigen. Wer darf es bezahlen? Genau, wir mit unseren Beiträgen. Der oben genannte Spruch „Die Versicherungen gewinnen immer“ ist natürlich polemisch. Eine Versicherung, die mehr zahlt als sie einnimmt, wäre eher die Wohlfahrt. Eine Versicherung soll für mich ein ruinöses Risiko tragen. Nur dafür habe ich sie doch. Ein Sparbuch ersetzt eine KFZ-Versicherung nicht.
Und Stichwort „ganz Hamburg ein Hotspot“: in der Versicherungswirtschaft werden Orte schon sehr genau nach Stadtteilen differenziert. Und solche Orte wie Wandsbek sind da oberes Regal, weil die Diskrepanz zwischen fiesem Ghetto und mittelständischen Wohngegenden sehr markant ist.
Es ist völlig korrekt was ihr sagt, auch ich gehe davon aus, dass die Ablehnung von (vertretbaren) Angeboten und/oder teils extrem höheren Beitragssätzen für Hamburg mit den Rahmenbedingungen zusammen hängt.
Schon bei der Autoversicherung gehört ja Hamburg bereits seit Jahren zu einem bundesweit teurem Pflaster und man findet auch sehr schnell beim Suchen heraus, dass Hamburg leider zu einem der Wohnmobil Diebstahlhotspots bundesweit gehört. Z.B. hier nachzulesen: 3w.promobil.de/fahrzeuge/reisemobil-diebstahl-europa-sicherheit-stellplatz/
Und leider hilft da für Hamburg auch nicht die Idee von @LasseBraun und anderen, wie mein heutiger Anruf bei der RMV zeigt:
Die maximale Reduzierung im Beitrag durch die höchsten Selbstbeteiligungen brachte in meinem Setup eine jährliche Ersparnis von ca. 30,-€, also für mich nicht die Rede wert.
Andere hatten hier ja schon von 130-150,-€ berichtet bzw. auf eine Reduzierung des alten 2024er Beitrages. Aber die wohnen bestimmt nicht in Hamburg 😥...
Ich habe den netten Herrn von der RMV natürlich versucht "auf den Zahn zu fühlen", welche Details in Hamburg genau zu den hohen Beitragssätzen führen, aber er blieb nur vage und nannte es das "Setup" meines Fahrzeuges in Kombination mit dem Standort (der Stadt).
Zum Thema Wandsbek: Wandsbek ist ja ein sehr großer Bezirk in Hamburg und von fiesen Gettos bis feiner Wohngegend sind in Wandsbek alle Arten von Stadtteilen vertreten. Ich wohne nach meiner Sicht in einem der netteren Stadtteile, aber das hilft natürlich auch nichts, wenn, wie schon richtig von euch vermutet wurde, in den GDV Datenbanken komplett Hamburg als "Klau-Hot-Spot" hinterlegt ist.
Für mich gebe es zwei einfache und gute Möglichkeiten mittelfristig aus diesem Dilemma heraus zu kommen und wir alle würden davon in Form von niedrigeren Beitrgsätzen profitieren, insbesondere die in den verschiedenen Diebstahlhochburgen.
1) Wenn jeder Wohnmobilbesitzer effektive und sinnvolle Diebstahlmaßnahmen ergreift, würden sich die Diebstähle vermutlich drastisch reduzieren. Wenn ich mir anschaue, wie viele Wohnmobilbesitzer keine oder nur sinnlose Sicherungsmaßnahmen im Wohnmobil haben frage ich mich: Lesen die eigentlich nie etwas? Die meisten Diebstahlversuche, die länger als fünf bis zehn Minuten dauern oder erheblichen Lärm verursachen, werden i.d.R. abgebrochen.
2) Die Versicherungen würden sich und den Kunden einen Gefallen tun, wenn sie das Thema Diebstahlschutz viel mehr in den Beitragssätzen berücksichtigen und damit auch die Kunden steuern oder -entschuldigt bitte das Wort- erziehen würden. Ich kenne nicht den ganzen Markt, aber bislang sind mir max. 5% Nachlass bei z.B. der RMV aufgefallen. Ich würde für jede nachgewiesene Massnahme wie Alarmanlage oder Bear-Lock z.B. den Beitrag um 10% reduzieren. Wer beides drin hat, bekommt halt 20% Nachlass. Denn ich glaube nicht, dass bislang viele Fahrzeuge mit einer z.B. Thitronik wipro 3 und gleichzeitig Bear-Lock geklaut wurden. Oder warum nicht vielleicht den Einbau einer Diebstahlsicherung wie Alarmanlage zur Versicherungspflicht machen, solange die Diebstahlzahlen so hoch sind. Bei heute 60, 70 oder 80T€ teuren Fahrzeugen sollte es doch nicht an 1.000,-€ hängen.
Alles nur Gedankenspiele, aber ich denke die 2025er Preisrunde wird für uns nicht die letzte gewesen sein....
Viele Grüße, Stefan